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Zweiter Bistumstag

Erzbischof Heße wünscht sich wachsende Kirche

Erzbischof Stefan Heße wünscht sich eine «Kirche, die nicht schrumpft, sondern wächst, weil ich der festen Überzeugung bin, dass eine Kirche, die nicht wächst, nicht gesund ist.» Eine Kirche, die schrumpfe, bekomme Herzrhythmusstörungen und scheide schnell dahin, sagte Heße am Samstag zur Eröffnung des zweiten Bistumstags im Rahmen des Erneuerungsprozesses seines Erzbistums. Der Tag stand unter dem Motto «Herr, erneuere Deine Kirche und fange bei mir an». Im Zentrum stand die von Heße im Vorfeld formulierte Frage, «wie wir als Kirche für die Menschen heute an Orientierungskraft und Bedeutung gewinnen können».

«Es geht heute nicht um pastorale Räume», sagte Heße. «Es soll um eine missionarische Kirche im Erzbistum Hamburg gehen.» Das Erzbistum Hamburg hat derzeit rund 402.000 Gemeindeglieder. Im Gegensatz zu vielen anderen katholischen Bistümern wächst es seit Jahren, weil mehr Katholiken nach Norddeutschland ziehen als sterben oder aus der Kirche austreten.

«Wir stehen jetzt am Ende der Anfangsphase des Erneuerungsprozesses», sagte Heße. Ende Juni werde der Vertrag des Erzbistums mit einer Beratungsfirma auslaufen, «weil die Dinge stehen und weiter gearbeitet werden muss». Im Zentrum sollten jetzt Überlegungen für einen seelsorglichen Orientierungsrahmen für das ganze Erzbistum stehen. «Wenn wir den haben, können wir auch den Finanzrahmen abstecken», so der Erzbischof. Dann könne man bewusst entscheiden, wofür und wie viele Finanzmittel man einsetze. «Und auch, wofür wir künftig weniger oder vielleicht auch gar kein Geld mehr einsetzen.» (KNA)

Fotos: Ralf Aldoff