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Wo ist unser Platz?

Rostocker Gemeinden pilgern nach Bad Doberan

„Pilger sind wir Menschen" – Unter diesem Titel pilgerten die Gemeinden im Raum Rostock am vergangenen Sonntag zum Doberaner Münster. Aus mehreren Richtungen führten die Wege zu der berühmten Zisterzienserkirche.

Unterwegs gab es Orte der Begegnung oder die Möglichkeit, mit dem Pilgerheft Statio zu halten. Ihre Türen für die Pilger öffneten auch die Baptisten-Gemeinde und die Landeskirchliche Gemeinschaft in Bad Doberan. Auf dem Weg konnten sich die Pilger ebenso informieren über die Arbeit der Suppenküche am Münster oder über den Malteser Hilfsdienst. Auch die Caritas war mit Informationen über ihre Angebote vertreten.

Gegen Mittag war die Ankunft aller Wege vor dem Münster geplant. Dort gab es Zeit für Gespräche, zum Ausspannen und zum Kennenlernen. Die Pilgerroute für die Jugendlichen führte über Kühlungsborn mit Übernachtung und Strandparty.

Erzbischof Stefan Heße feierte am Nachmittag mit den Wallfahrern die Heilige Messe im Münster. Etwa 600 Menschen waren gekommen. Der Erzbischof sagte, auf der Suche des Christen nach dem richtigen Platz im Leben gebe es drei Orte. „Der erste Platz eines Christen ist bei Gott." Jeden Tag eine stille Zeit, eine Zeit des Gebetes ermögliche jedem ganz einfach bei Gott zu sein, sagte er. Ein zweiter wichtiger Platz für Christen sei da, wo Menschen in Not seien, wo Hilfe gebraucht werde. Und drittens: „Unser Platz muss mitten in der Gesellschaft sein." Ein Zeichen dafür sei die diesjährige Fronleichnamsprozession gewesen, die erstmals im Zentrum Rostocks stattfand. „Versucht diese Plätze einzunehmen und auszufüllen. Das ist der Auftrag Jesu an uns", so Heße.