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Weltgebetstag 2017
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Was ist denn fair? Schwerpunktland Philippinen

Merlyn von der kleinen Insel Mindanao lebt im Süden der Philippinen. Häusliche Gewalt prägte die Kindheit des Mädchens, das früh zur Vollwaise wurde. In Manila suchte sie ihr Glück. Als Haushaltshilfe wurde sie ausgebeutet und dann noch verklagt. Vor Gericht kam die junge Frau später zu ihrem Recht, dank der Hilfe eines christlichen Anwalts, der kein Geld für die Verteidigung verlangte. Das Quentchen Glück ist eher selten, doch junge Frauen mit ähnlichen Lebensgeschichten gibt es viele auf den Philippinen. Merlyns Geschichte ist einer der Texte des Weltgebetstags der Frauen, der am heutigen Freitag, 3. März in 170 Ländern begangen wird. Auch im Erzbistum Hamburg sind zahlreiche ökumenische Gottesdienste geplant, die gleichermaßen in katholischen und evangelischen Gotteshäusern stattfinden. „Was ist denn fair?", das ist die Frage, der in diesem Jahr nachgegangen werden soll. Das Thema Fairness und Gerechtigkeit treibt Filipinas besonders um, denn in ihrer Heimat ist dies oft eine Frage des Überlebens.

Trotz des Reichtums an natürlichen Ressourcen und Bodenschätzen ist das Land mit seinen 7 107 Inseln von krasser sozialer Ungleichheit geprägt. Viele der über 100 Millionen Einwohner – davon über 80 Prozent Katholiken – leben in Armut. Wer sich da für Menschenrechte, Landreformen oder den Umweltschutz engagiert, lebt nicht selten gefährlich. Auf der Suche nach Perspektiven zieht es viele Filipinas und Filipinos in die 17-Millionen- Metropolregion Manila. Und rund 1,6 Millionen Menschen wandern pro Jahr ins Ausland ab. Ihre Überweisungen sichern den Familien vielfach das Überleben. In die Schlagzeilen gerät das Land immer wieder aufgrund des grausamen „Anti-Drogen- Kriegs", den Präsident Rodrigo Duterte mit aller Macht des Staates austrägt. Vielerorts gestalten Frauen an diesem Freitag nicht nur den Gottesdienst, sondern haben auch Informationen über das Land vorbereitet und laden zum Kennenlernen landestypischer Spezialitäten ein.

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