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Weihnachtsbotschaft 2017

Erzbischof verurteilt «modernen Antisemitismus»

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat den Menschen gedankt, die sich nach wie vor für Flüchtlinge einsetzen. Ihr Engagement sei nicht mehr so stark im Fokus der Öffentlichkeit. „Aber dieses Engagement gibt es weiter, und es ist weiter ein wichtiger Dienst für die Integration der Flüchtlinge", so Heße in seiner Weihnachtsbotschaft. Es sei ein Dienst, der dazu beitrage, dass in Deutschland keine Parallelgesellschaften entstehen. Für Christen sei dabei der interreligiöse Dialog ein wesentlicher Aspekt, um das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zu fördern. „Die interreligiöse Begegnung ist ein ernsthafter Auftrag und in der Praxis oft ein steiniger Weg", so Heße. Voraussetzung sei Aufrichtigkeit und gegenseitiger Respekt auf allen Seiten.

Erzbischof Stefan Heße weiter: „Wenn ich in diesem Jahr an Weihnachten denke, denke ich an eine junge jüdische Familie, die bald auf der Flucht sein wird."

Als ernsthafte Gefahr bezeichnete er den „modernen Antisemitismus". Er zeige sich oft versteckt in Andeutungen, Unterstellungen oder auch offen in sogenannter „Israelkritik". Rassismus, Menschenverachtung und Antisemitismus dürften keinen Raum in unserer Gesellschaft gewinnen. Heße rief dazu auf, gemeinsam gegen solche Tendenzen zu arbeiten: „So kann Toleranz, Offenheit und Pluralität sichtbar werden, die der religiösen und kulturellen Vielfalt in unserer Gesellschaft gerecht wird", so Heße.

 

Predigt des Erzbischofs in der Christmette im St. Marien-Dom