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Weihbischof em. Norbert Werbs

Erzbischof feierte Pontifikalrequiem

In einem Pontifikalrequiem im Hamburger St. Marien-Dom hat das Erzbistum Hamburg heute (13. Januar) Abschied von seinem verstorbenen emeritierten Weihbischof Norbert Werbs genommen. Erzbischof Stefan Heße feierte das Requiem zusammen mit dem emeritierten Erzbischof Werner Thissen, Weihbischof Horst Eberlein, dem emeritierten Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und dem Hamburger Metropolitankapitel. Im Anschluss wurde Werbs in der Krypta des St. Marien-Doms beigesetzt, wie er es in seinem Testament festgelegt hatte. Werbs war am Dienstag, 3. Januar, in Neubrandenburg nach kurzer Krankheit gestorben. Er wurde 82 Jahre alt.

In einem Kondolenzschreiben drückte Papst Franziskus seine Anteilnahme am Tod des Weihbischofs aus. Er verbinde „sich mit den Gläubigen des Erzbistums Hamburg im Gebet für den heimgegangenen Hirten, der sich mit Hingabe für den Aufbau des Reiches Gottes eingesetzt hat", heißt es in dem von Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin unterzeichneten Schreiben.
Erzbischof Heße würdigte den Verstorbenen als „einfachen Bischof". Er habe einfach gelebt und sei einfach dagewesen. „Er war zur Stelle bei Gottesdiensten, bei Feiern, bei Versammlungen und Terminen." Das habe er auch von den Seelsorgern erwartet.

Heße hob weiter Werbs' Standfestigkeit gegenüber den DDR-Behörden hervor, wenn es um die Durchführung kirchlicher Feiern und Veranstaltungen ging. Und er erinnerte auch an die Fragen, die Weihbischof Werbs 1991 auf der Europa-Synode in Rom gestellt hat. „Dieselben Fragen finden Sie heute nahezu wortgleich im Synodalen Weg hier in Deutschland und in der Weltsynode", sagte der Erzbischof. Gut 30 Jahre nach seiner römischen Intervention sei es höchste Zeit, Antworten auf die Fragen zu geben, die Weihbischof Werbs gestellt habe. „Vielleicht finden wir so besser den Weg zu den Menschen. Denn Kirche ist niemals um ihrer selbst willen da, sondern zu den und für die Menschen gesandt", so Heße.

Am Requiem im Hamburger St. Marien-Dom nahmen rund 400 Gläubige teil. Unter den Gästen waren der frühere Erfurter Bischof Joachim Wanke, der evangelische Sprengelbischof Tilman Jeremias und der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian. Aus den Ländern nahmen die Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags, Jette Waldinger-Thiering, die Schweriner Staatssekretärin Susanne Bowen und die früheren Minister Harry Glawe und Georg Diederich teil.

Heute und morgen sind unter anderem auch in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg Trauergottesdienste geplant.

Die Predigt des Erzbischofs hier nachlesen.

Fotos: Marco Heinen



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