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Was sagt der Heilige Geist?

Wohin das Geld in Zukunft fließt

Das Ziel ist nicht neuartig, wohl aber der Weg dorthin. Wie künftig verfügbares Geld im Erzbistum Hamburg verteilt werden soll, klärt zur Zeit ein Kreis von elf Personen auf dem Weg einer „Geistlichen Unterscheidung". Die Grundlage hierfür bilden alle bisherigen Vorarbeiten des Erneuerungsprozesses.

Von Andreas Hüser / Neue Kirchenzeitung

Am vergangenen Sonntag, 5. Mai 2019, hat sich in Hamburg erstmals ein Kreis von elf Personen zusammengefunden, die diese Entscheidung treffen sollen. Und zwar durch eine „Geistliche Unterscheidung". Das heißt, im gemeinschaftlichen Hören auf den Heiligen Geist mit dem Ziel, den Willen Gottes in der gegebenen Situation zu erfahren. Ein solcher Prozess der Unterscheidung geht auf die „Geistlichen Übungen" des hl. Ignatius von Loyola zurück und ist heute in der Kirche immer öfter zu finden.

Das erste Treffen der Gruppe begann mit einem Gottesdienst und einem Gespräch über das Evangelium vom Tage. Im Anschluss bekamen die elf Personen Informationen über alle Tätigkeitsfelder im Bistum und mussten sich darin einarbeiten. Einige von ihnen sind bereits durch ihren Beruf „im Thema", andere bringen eher den Blick von außen mit.

„In diesen Kreis hat der Erzbischof bewusst keine Interessenvertreter einzelner Gruppen berufen, sie sollen aus einer inneren Freiheit heraus das Ganze in den Blick nehmen", sagt Schwester Gudrun Steiß, Leiterin der Pastoralen Dienststelle. Deshalb enthält die hier veröffentlichte Liste auch nur Namen, keine Funktionen:

Peter Geyer, Ulrike Imbusch, Schwester Maria Magdalena Jardin, Claudia Kolf van Melis, Julia Most, Jacqueline Rath, Michael Roschanski, Peter Schädel, Harald Strotmann, Peter Wohs und Tobias Riedel. Dazu gehört Erzbischof Stefan Heße. Begleitend dabei sind Jesuitenpater Bernhard Heindl, Prof. Dr. Thomas de Nocker (Theologe und Professor für Betriebswirtschaft in Essen) und Schwester Gudrun.

„Dass ein Bistum sich auf eine solche Form einlässt, finde ich großartig", sagt die Ordensfrau. „ Es erfordert eine fachliche, geistliche und auch zeitliche Bereitschaft und Offenheit. Ich habe so etwas bisher nur in Orden erlebt."

Die Ergebnisse werden voraussichtlich im August vorliegen.

 

Auf dem Foto sind zu sehen: v.l. Peter Wohs, Bernhard Heindl, Thomas de Nocker, Tobias Riedel, Peter Schädel, Ulrike Imbusch, Jaqueline Rath, Julia Most, Erzbischof Heße, Claudia Kolf van Melis, Harald Strotmann, Sr. Maria Magdalena Jardin, Peter Geyer, Michael Roschanski, Sr. Gudrun. | Foto: Starke