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Vertreter für Europa

Erzbischof in Migrationskommission gewählt

Australische Juristin leitet katholische Migrationskommission

Die Internationale katholische Kommission für Migration (ICMC) hat die australische Rechtswissenschaftlerin Anne Therese Gallagher zu ihrer neuen Präsidentin gewählt. Das teilte die Kommission am Donnerstag in Rom mit. Als Migrationsexpertin und auf Fragen des Menschenhandels spezialisierte Juristin arbeitete Gallagher unter anderem von 1998 bis 2002 für die damalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Mary Robinson. 2014 wurde sie in den Beraterstab der Internationalen Organisation für Migration bei den Vereinten Nationen berufen. Von Anfang an begleitete sie die Initiativen des Vatikan gegen Menschenhandel.

Als Vertreter für Europa wählte der Rat des ICMC den Hamburger Erzbischof Stefan Heße und die Luxemburgerin Marie-Christine Ries in das Leitungsgremium. Im Amt bestätigt wurde der Generalsekretär Robert Joseph Vitillo. Der US-Amerikaner sitzt seit 2016 im ICMC-Leitungskomitee.

Die Internationale katholische Kommission für Migration mit Sitz in Genf wurde 1951 vor dem Hintergrund der Vertreibungen des Zweiten Weltkriegs gegründet. Inzwischen gehören ihr rund 170 Organisationen und Einrichtungen an, so auch die Bischofskonferenzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2008 erkannte ihr Benedikt XVI. (2005-2013) den Status einer eigenständigen Körperschaft zu.

Bisheriger Präsident war der 2017 krankheitshalber zurückgetretene Ire Peter Sutherland, der Anfang Januar starb. Übergangsweise bekleidete Kardinal John Njue aus Kenia den Posten.

KNA