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Sophie-Barat-Schule
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / Christoph Schommer

Einweihung des Schulneubaus mit Kapelle

Das Erzbistum Hamburg hat einen weiteren Schritt zur Sicherung und Modernisierung des Katholischen Schulsystems in Hamburg gemacht: Nach Neubau-Investitionen in Billstedt, Wilhelmsburg, Langenhorn, Farmsen, Bergedorf und Wandsbek hat der größte freie Schulträger in Hamburg jetzt den Neubau der Sophie-Barat-Schule an der Moorweide eingeweiht. Hamburgs Erzbischof Dr. Stefan Heße nahm persönlich die Segnung des siebengeschossigen Schulerweiterungsbaus vor. Auf dem Gelände zwischen Warburgstraße und Neuer Rabenstraße entstand in den vergangenen Jahren ein zeitgemäßer Multifunktionskomplex für 930 Schüler – mit zehn Klassenräumen, einer Sporthalle, einer Bibliothek, einem Musik- und Theaterraum, einem kompletten Verwaltungstrakt und einer neuen Schulkapelle. Der Neubau ersetzt einen stark sanierungsbedürftigen 60er-Jahre-Bau, dessen Abbruch bereits im Spätherbst 2015 erfolgte. „Dieser barrierefreie Erweiterungsbau eröffnet der Sophie-Barat-Schule ganz neue pädagogische Möglichkeiten. Und mit der Schulkapelle setzen wir zudem ein deutliches Ausrufezeichen für eine persönlichkeitsstärkende Bildung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes", erklärte die stellvertretende Schulleiterin Dr. Gabriele Roosen vor rund 80 geladenen Gästen. Das Erzbistum Hamburg investiert insgesamt rund 15 Millionen Euro in den fertiggestellten Erweiterungsbau sowie in die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten im Altbau.

Der Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von fast 4.400 Quadratmetern präsentiert sich als moderner, lichtdurchfluteter Schultrakt mit einer von horizontalen Lichtbändern durchbrochenen Keramik-Fassade. Der Eingangsbereich der Sophie-Barat-Schule öffnet sich in ein großzügiges Atrium, das sich mit Sitzstufen aus Sichtbeton über zwei Geschosse erstreckt und den Blick durch eine gläserne Front auf den Schulhof freigibt. Ein Theater- und Musikraum für Schauspiele und Klassenkonzerte bietet Platz für 90 Zuhörer. Im Untergeschoss entstanden eine 405 m² große Sporthalle mit Umkleide- und Sanitärräumen sowie ein Konferenzraum. Schulleitungsbüro, Sekretariate und Lehrerzimmer wechselten ihren bisherigen schulinternen Standort und sind nun im 1. Obergeschoss des neuen Schulgebäudes zuhause. In den weiteren Stockwerken haben zehn neue Klassenräume sowie mehrere offene Differenzierungs- bzw. Gruppenbereiche für die pädagogische Arbeit Platz gefunden.

Die neue Schulkapelle mit 90 Sitzplätzen, Empore und alter Schulorgel erstreckt sich über zwei Etagen. Sie ist sowohl vom dritten als auch vom vierten Obergeschoss erreichbar. „Gott ist in jedem Augenblick unseres Lebens gegenwärtig – gerade auch in der Schule. Die neue Kapelle ist ein starkes Symbol dafür und lädt Schüler und Lehrer ein, Zeit mit Gott zu verbringen", freut sich Erzbischof Dr. Stefan Heße mit Blick auf den neuen Gottesdienstraum, der den besonderen Geist des in der Tradition des Sacré-Coeur-Ordens stehenden Gymnasiums unterstreiche und räumlich verorte.

„Mit diesem Erweiterungsbau der Sophie-Barat-Schule setzen wir unseren Erneuerungskurs im Bildungsbereich fort. Mit den zuletzt erfolgten Neubauten in Billstedt, Wilhelmsburg, Wandsbek, Bergedorf, Farmsen, Langenhorn und dieser Schulerweiterung hier in Rotherbaum stellen wir das Katholische Schulsystem in Hamburg neu und profiliert auf", erklärte Heße. Der Blick richte sich auch zukünftig stets auf das Gesamtsystem mit seinen verschiedenen Schulformen. „Der überaus schmerzhaften Entscheidung, einzelne katholische Schulen in der Stadt zu schließen, setzen wir ganz bewusst gezielte Investitionsentscheidungen an anderen Standorten entgegen", so Hamburgs Erzbischof. Die dramatische wirtschaftliche Lage erfordere nicht nur einen konsequenten Abbau, sondern zugleich auch eine gezielte Weiterentwicklung von Standorten. „Wir haben eine umfassende Neuaufstellung des katholischen Schulsystems zugesagt – und so kommt es auch. Wir werden alles dafür tun, um das besondere Profil unserer katholischen Schulen zu stärken. Was wir an den Stadtteilschulen in Wilhelmsburg und Billstedt und an den Grundschulen in Bergedorf, Farmsen, Wandsbek und Langenhorn begonnen haben, das setzen wir nun hier an der Sophie-Barat-Schule und demnächst an weiteren Standorten in der Stadt fort", sagte Heße. Es gehe darum, trotz der wirtschaftlich schwierigen Gesamtsituation, in der sich das Erzbistum finanziell befinde, ein zukunftsfähiges, auf solider wirtschaftlicher Lage stehendes Katholisches Schulsystem in der Hansestadt zu verwirklichen. Mit dem Neubau sei ein weiterer wichtiger Baustein in diesem Mosaik gesetzt worden, erklärte Erzbischof Heße.