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Sommer, Sonne, Segen
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / Ralf Adloff

Ferienaktion des Erzbistums in Graal-Müritz

Große Ferienaktion des Erzbistums im Ostseebad Graal-Müritz mit Musik, einer Foto-Aktion und einem persönlichen Segen für den Urlaub durch Erzbischof Stefan Heße. Der erzählte auch von seinen eigenen Urlaubsplänen.

Als Erzbischof Stefan Heße am Dienstagmittag in Hamburg losfuhr, sah es draußen ziemlich trübe aus und ein bisschen Regen fiel auch. Doch bei seiner Ankunft im Ostseebad Graal-Müritz in Meck­lenburg lachte die Sonne vom Himmel. „Ich war überrascht, wie schön das Wetter hier ist", sagte Heße später. Es herrschten angenehme Temperaturen um 20 Grad Celsius und die Leute waren gut gelaunt. Ideale Voraussetzungen also für die Ferienaktion des Erzbistums mit Musik, einem Gottesdienst und einem persönlichen Urlaubssegen des Erzbischofs.

Während in der Musikmuschel an der Promenade die Formation „Friends" moderne geistliche Lieder und auch einige Pop-Klassiker intonierte, konnten sich Urlauber und Einheimische mit dem Erzbischof in einem Strandkorb ablichten lassen – und einen Ausdruck des Erinnerungsfotos gleich mitnehmen. Eine lange Schlange bildete sich und konnte bis zum Beginn des Gottesdienstes auch noch gar nicht abgearbeitet werden.

Bei dem Strandkorb trifft man übrigens donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr immer jemanden an. Denn die katholische und die evangelische Kirche bieten hier in einem ökumenischen Projekt die Möglichkeit zum Gespräch – direkt neben der Seebrücke und an einer orangefarbenen Fahne erkennbar.

Etwa 70 Menschen hatten sich an der Musikmuschel eingefunden, lauschten den „Friends" und den Talkgästen, die von Thomas Kroll von der Pastoralen Dienststelle interviewt wurden. Klar, dass auch der Erzbischof auf die Bühne geholt wurde. Er berichtete von seiner Visitation, die ihn im Frühjahr in die Rostocker Pfarrei Herz Jesu geführt hatte, zu der auch Graal-Müritz gehört. Er habe den Eindruck gehabt, dass es dort „sehr lebendig" zugehe, so Heße. „Ich war sehr angetan von Herz Jesu", sagte er.

Ob er viel unterwegs sei, wurde er gefragt. „Sagen wir mal so: Ich schlafe häufiger in fremden Betten als in meinem eigenen", erzählte Heße. Schließlich sei das Erzbistum ja von der Fläche her das größte deutsche Bistum. Von Hamburg aus dauere die Fahrt hoch nach Sylt ebenso wie die Fahrt nach Neubrandenburg jeweils um die drei Stunden. Hinzu kämen noch Verpflichtungen im Rahmen der Deutschen Bischofskonferenz. Und nach Rom?, fragte Thomas Kroll. „Der Papst schreibt uns schon mal Briefe, dann brauchen wir nicht kommen", so die launige Antwort des Erzbischofs.

Der sich übrigens selbst auf seinen dreiwöchigen Urlaub freut, in Westfalen, an der See und an der Seenplatte. Mit Sonnenbrille und Hut, um ein bisschen inkog­nito zu bleiben – und auch mal richtig auszuspannen.

(Text: Marco Heinen, Fotos: Ralf Adloff)