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Schwerin
Bildquelle: Archiv Erzbischöfliches Amt Schwerin

Bischof Heinrich Theissing zum 100. Geburtstag

Mit einer Festakademie gedenken die katholischen Erzbistümer von Hamburg und Berlin am Samstag, 9. Dezember des 100. Geburtstages von Bischof Heinrich Theissing (11.12. 1917 bis 11.11. 1988). Der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße wird ihm zu Ehren an diesem Tag ein Pontifikalamt um 18 Uhr in der Propsteikirche St. Anna in Schwerin zelebrieren. Die Predigt wird der emeritierte Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke – ein Weggefährte Theissings – halten.

Heinrich Theissing, der aus dem oberschlesischen Neisse stammt, war 1963 zum Weihbischof von Berlin ernannt worden. Er gilt als wegweisende Gestalt der katholischen Kirche in Deutschland im 20. Jahrhundert, vor allem aber als prägende Persönlichkeit der katholischen Kirche in Mecklenburg, wo er ab 1970 tätig war. Nach ihm sind das Heinrich-Theissing-Institut in Schwerin und das Bischof-Theissing-Haus in Teterow benannt. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Schweriner Waldfriedhof.

Papst Paul VI. hatte Theissing im Februar 1970 als Adjutorbischof dem damals amtierenden Bischöflichen Kommissar für Mecklenburg, Weihbischof Dr. Bernhard Schräder, zur Seite gestellt, der im selben Jahr aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte. Bischof Theissing wurde 1973 zum Apostolischer Administrator mit den Rechten eines residierenden Bischofs ernannt. In seine Amtszeit fällt der Bau von 18 Kirchen in Mecklenburg, darunter auch der Erweiterungsbau von St. Anna in Schwerin. Der Weihbischof, der als humorvoller Mensch und persönlicher Seelsorger galt, setzte sich besonders für die Ökumene und die 1988 erfolgte Seligsprechung des Naturforschers und Bischofs Niels Stensen ein.

Neben dem Festgottesdienst am Abend in St. Anna wird es am Samstag, 9. Dezember im benachbarten Bernhard-Schräder-Haus ab 14 Uhr eine Festakademie geben. Um 14.30 Uhr spricht Prof. Dr. Jörg Seiler von der Universität Erfurt über Heinrich Theissings frühe Görlitzer und Berliner Jahre und ab 16.15 Uhr skizziert Dr. Georg Diederich (Schwerin) die Bedeutung dieses Bischofs für Mecklenburg.
Interessierte können ihr Kommen bis zum 4. Dezember per E-Mail an hoppe@erzbistum-hamburg.de oder unter Tel. 0385/489 700 anmelden.