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Schule Ludwigslust

Erzbischof nahm Petition entgegen

Vertreter der Stadt Ludwigslust sind am Dienstag (14. März 2017) mit Erzbischof Stefan Heße in Hamburg zusammengekommen, um sich für einen Neubau der katholischen Edith-Stein-Schule in Ludwigslust einzusetzen. Helmut Schapper, Präsident der Stadtvertretung, und Jürgen Rades, stellvertretender Bürgermeister, übergaben dabei in Hamburg eine Petition der Stadtvertretung, die sich einstimmig für den Ersatzneubau der Schule ausspricht.

Helmut Schapper betonte das hohe, parteiübergreifende Ansehen der Edith-Stein-Schule, die mit ihrer hervorragenden Arbeit und ihrer konfessionellen Bindung entscheidend zur Vielfalt der Bildungsangebote in der Stadt und ihrer Umgebung beiträgt. Neben dieser Grundlage der Prägung von Werten, von Toleranz- und Akzeptanz im Kindesalter hat sich die Schule zu einem wichtigen Standortfaktor für Familien und Fachkräfte entwickelt. Er sagte zu, dass die Stadtvertretung alle ihre Möglichkeiten zur Unterstützung dieses Projektes nutzen werde.

Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Rades unterstrich die große Bedeutung der Edith-Stein-Schule für die Stadt und die Region und verwies auf die bereits seit 1848 bestehende Tradition einer katholischen Schule in Ludwigslust. Der Ersatzneubau an einem der besten innerstädtischen Standorte sollte auf alle Fälle verwirklicht werden. Eine langfristige Finanzierung des Schulbaus könnte über den Schullastenausgleich erfolgen. Vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Schulen in der Stadt würden deutliche Synergieeffekte für den Betrieb ermöglichen.

Erzbischof Stefan Heße dankte den Stadtvertretern für ihr Engagement. Er würdigte zugleich die Arbeit der Schule und den besonderen Einsatz der Lehrkräfte und der Eltern. Der Erzbischof wies aber auch auf die angespannte wirtschaftliche Situation des Erzbistums Hamburg hin. Bis zum Jahr 2020 soll eine Reduzierung der jährlichen Ausgaben um 20 Millionen Euro erreicht werden. „Wir können nicht mehr alles verwirklichen, was sinnvoll ist", so Heße. Er bedauerte, dass die Entscheidungsfindung länger brauche als gedacht. Der Erzbischof sagte zu, die Unterstützungsangebote der Stadt in die Entscheidungsgremien des Erzbistums einzubringen.