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Puerto Iguazú

Erzbischof besucht argentinisches Partnerbistum

5. Tag

Wir besichtigten die imposanten Wasserfälle von Iguazú. Ein Naturschauspiel von atemberaubender Schönheit und dem Wirken gewaltiger Kräfte; eingerahmt von einem Regenbogen. Glücklicherweise sind wir weder dem Puma, noch dem Jaguar begegnet, die hier kürzlich gesichtet worden sind. Stattdessen waren Nasenbären und Kapuzineraffen unsere Begleiter.

Abreise

Vor dem Antritt seiner Rückreise nach Hamburg zelebrierte und predigte Erzbischof Stefan in der Sonntagsmesse mit Jugendpfarrer Padre René in der Stadt Wanda. Als Geschenk wurde ihm ein stattlicher Rosenkranz überreicht, der aus Mineralsteinen gefertigt ist, die in den Minen von Wanda abgebaut wurden.

4. Tag

Wir besuchen die Familie Ostapiuk in San Pedro und treffen Familien und Freunde zu einem gemeinsamen Mittagessen. Mit Hilfe aus Bargteheide konnten sie vor drei Jahren wichtige Anschaffungen tätigen. Die Familie baut Erdbeeren an und verkauft diese auf Märkten. Das Wissen dazu hat sie in den letzten fünf Jahren des Betriebsaufbau durch Erfahrung und neue Methoden verfeinert. Jetzt sichert es den Lebensunterhalt der Familie.

In Lote H waren wir bei bei der lang erwarteten Vertragsunterzeichnung zur weiteten Vorbereitung für die Legalisierung des Landes für die ehemaligen Landlosen, die erst nach vollständiger Legalisierung in Sicherheit eine Zukunft aufbauen können. Anwesend waren neben dem Bürgermeister auch eine Ministerin und Abgeordnete der Provinz. Wir konnten bei diesem Treffen das Misstrauen der eher am Rande der Gesellschaft lebenden Menschen gegenüber der Behörden spüren. Die für den Landkauf dann notwendigen Gelder kommen rein aus Spendengeldern von Gemeinden im Erzbistum Hamburg.

Am späten Nachmittag segnete der Erzbischof 12000 Papayasetzlinge, die den Bauern im Lote H zur Verfügung gestellt werden, um Einnahmen zu erzielen. Die Setzlinge wurden mit den Erlösen aus dem Weihnachtsbasar in Bargteheide finanziert.

Abends feierten wie die Samstagabendsmesse in Pozo Azul mit Pfarrer Oskar und Pfarrer Dario.

Zurück in Eldorado haben wir mit allen Unterstützern einen gemeinsamen Abend verbracht.

(Texte und Fotos von Erk Werner)

3. Tag

Der Tag begann mit einem Besuch bei einer aus den vielen Milchbecherprojekten entstandenen Frauengemeinschaft, die uns vor einem Jahr von ihrer Idee einer Nähstube erzählt hatten. Jetzt ist der Wunsch dank Spenden aus zwei Gemeinden und weiteren Einzelspendern wahr geworden. Originalton der Frauen an unseren Erzbischof : Wir fühlen uns von Jesus umarmt. Wir haben nicht geglaubt dass ihre vorgetragenen Wünsche tatsächlich wahr werden.

Danach besuchten wir eines der vielen von der Schwester Pasqualina begleiteten Kinderhorte mit Ganztagsbetreuung, wo wir mit einer Aufführung von Hänsel und Gretel überrascht wurden. Diese Horte werden auch stark vom Ehrenamt hauptsächlich mitarbeitender Mütter getragen und bieten den Kindern Geborgenheit.

Am Nachmittag besuchten wir in Capiovi das katholische Institut Agrario eine für die Provinz wichtige Hochschule für die Landwirtschaft, die Ihre Aufgabe In der Ausbildung von Lehrkräften für Landwirtschaft hat. Das Institut unterstützt aber auch stark selber und mit Spendengeldern Kleinbauern und das indigene Volk der Guaranis dabei ihre Lebensumstände zu verbessern u.a. durch den gemeinsamen Bau von Gemeinschaftsküchen für eine Dorfgemeinschaft. Wir konnten auch ein Dorf der Guaranis besuchen und ihre Gastfreundschaft u.a. mit traditioneller Musik erleben. Zum Institutionen gehören 25 Hektar Land, wo die Studenten die Praxis erlernen, aber auch geforscht wird, wie z. B an neuen Sorten von Maniok und für alternative biologische Düngemitteln.

Abends besuchten wir das katholische Radio Guadalupe in Capiovi zu einem Interview mit dem Erzbischof. Die Nacht verbrachten wir in 5 unterschiedlichen Gastfamilien und schlossen den Tag mit netten Gesprächen bei unseren Gastgebern.

2. Tag 

In einem feierlichen Gottesdienst zelebrierten heute Bischof Martorell und Erzbischof Stefan zusammen mit allen Schülern, Lehrern und Förderern die zehnjährige Schulpartnerschaft zwischen der Katholischen Schule Harburg in Hamburg und dem Instituto San Miguel in Eldorado. Im Anschluss gab es nicht nur Geschenke, sondern auch viele interessante Begegnungen.

Der Erzbischof übergab an die Schüler des Stipendiatenprojektes einige Geschenke als Zeichen der Anerkennung. Dieses Projekt wird unterstützt durch Paten aus dem Erzbistum Hamburg und begann in Harburg. Die ersten Schüler haben den weiterführenden Schulabschluss erreicht und planen die Aufnahme eines Studiums. Weitere Schülerpaten sind willkommen.

Im Anschluss besuchten wir in einem anderen Stadtteil von Eldorado die Grundschule Divino Nino Jesus. Es erwartete uns ein liebevoll gestaltetes Programm mit Musik und traditionellen Tänzen. Die ersten Erfolge der mit Spenden arbeitenden Musikpartnerschaft hat uns der Kinderchor der Schule dargebracht.

Zur Schule gehört auch ein Milchbecherprojekt für diesen Stadtteil, wo Erzbischof Stefan den vielen Ehrenamtlichen seinen Dank für Ihren Einsatz aussprechen konnte.

Danach besuchten wir das Haus von Gladis und ihrer Familie. Diese Hütte wurde mit Spenden aus St. Bonifatius Eimsbüttel und einer Familie aus Mecklenburg gebaut, nachdem Gladis aus ihrem Haus im wahrsten Sinne des Wortes ausgespült wurde. Schülerinnen und Schüler der Katholischen Schule in Harburg hatten es Anfang Juli noch mit Farbe versorgt und angestrichen. Gladys wünschte sich den Segen Ihres Hauses, den sie gegenüber dem Erzbischof als erfüllten Traum bezeichnete. Es war eine schliche und würdevolle Segensfeier, die uns alle tief berührt hat.

Jetzt sitzen wir müde und fertig bei Familie Vetter, die uns wieder wundervolle Gastgeber sind, „und warten auf eine kühle Flasche Bier."

1. Tag

Besuch der Marienwallfahrtsstätte "Nuestra Senora del Iguazú" und der Kindertagesstätte "Madre Teresa de Calcuta" in Puerto Iguazú, wo bedürftige Kinder kostenfrei versorgt und medizinisch betreut werden. Anschließend Besuch einer Kirchenbaustelle. Am Abend wurden Gastgeschenke an Bischof Marcelo übergeben. Die Ikone der Lübecker Märtyrer hat bereits einen Platz gefunden; anschließend Messfeier.

 

Angekommen in Argentinien

Bischof Marcelo begrüßt Erzbischof Stefan am Bischofssitz in Puerto Iguazú.

 

Auf nach Argentinien

Start am Hamburger Flughafen voller Vorfreude auf die Begegnungen.

 

Vor dem Abflug

Erzbischof Stefan Heße besucht vom 25. bis 30. Juli das argentinische Bistum Puerto Iguazú. Auf dem Programm seiner Reise stehen Begegnungen mit Landarbeitern und Angehörigen indigener Völker sowie Besuche in Schulen und Sozialprojekten. Zwischen den Bistümern Hamburg und Puerto Iguazú besteht seit 1996 eine Partnerschaft. Sie entstand nach der Aufnahme eines argentinischen Diakons in Hamburg, der seine Heimat aufgrund von Drohungen gegen ihn verlassen musste.

Seitdem ist es zu vielen persönlichen Begegnungen vor allem junger Menschen aus beiden Bistümern gekommen. Weil das Bistum Puerto Iguazú ein wirtschaftlich armes Bistum ist, unterstützen das Erzbistum Hamburg, Gemeinden, Schulen und Einzelpersonen soziale und pastorale Entwicklungsprojekte in dem argentinischen Bistum. Mit einem „Milchbecherprojekt" fing es an, das die Ernährung armer Kinder unterstützt. Eine Musikpatenschaft ist das jüngste Projekt, mit dem Chöre und Chormitglieder musikalische Angebote für Kinder in Armenvierteln von Puerto Iguazú ermöglichen wollen.

Vor wenigen Wochen erst waren Schülerinnen und Schüler der katholischen Schule Harburg in Puerto Iguazú zu Gast. Dabei haben sie auch das neue Haus einer alleinerziehenden Mutter angestrichen. Sie und ihre Kinder waren durch ein Hochwasser obdachlos geworden. Mit Hamburger Hilfe konnten sie ein neues Zuhause bekommen. Erzbischof Stefan Heße wird das neue Haus bei seinem Besuch segnen.