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Preis für Initiative aus MV

Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe ausgezeichnet

Die Deutsche Bischofskonferenz hat heute (9. Mai 2017) zum zweiten Mal den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vergeben. Einer der Preisträger ist die Initiative „bleib.mensch" aus Grevesmühlen.

Im mecklenburgischen Grevesmühlen befindet sich das sogenannte „Thinghaus", das vom Verfassungsschutz als „Beispiel für die Vernetzung von NPD, Neonazis und struktureller rechtsextremer Szene" genannt wird. In diesem schwierigen Kontext engagiert sich die Initiative „bleib.mensch" für die Belange schutzsuchender Menschen und leistet zudem politische Überzeugungsarbeit gegen Rechtsextremismus. Das konkrete caritative Engagement der an den „Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern" angebundenen Initiative umfasst alle Aspekte der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe (z.B. Patenschaften, Begegnungsfeste, Kultur- und Sportangebote, Sprachunterricht, Asylverfahrensberatung, Unterstützung bei Familienzusammenführungen, Fahrrad- und Kleiderspenden). Die maßgeblich von der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen getragene Initiative stellt ein gutes Beispiel für ökumenische und zivilgesellschaftliche Vernetzungsarbeit dar – inmitten eines Umfelds, in dem Katholiken nur eine kleine Minderheit sind.

Anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger erklärt der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße, der zugleich Jury-Vorsitzender ist: „Überall in unserem Land gibt es zahlreiche Katholiken, die sich aus ihrem Glauben heraus für ein respektvolles Miteinander und gegen menschenfeindliche Parolen einsetzen. Der Katholische Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus möchte dieses wichtige Engagement sichtbar machen und würdigen. An der Arbeit der ausgezeichneten Initiativen wird auf besondere Weise deutlich: Als Christen verteidigen wir die Würde jedes Mitmenschen – unabhängig von Herkunft und Religion."

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz - www.dbk.de