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Prävention

Neue Ansprechpersonen für Betroffene

Erzbischof Stefan Heße hat weitere unabhängige Ansprechpersonen für Betroffene sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen des Erzbistums Hamburg ernannt. Der Schweriner Rechtsanwalt Eilert Dettmers, der Hamburger Familien- und Sozialtherapeut Michael Hansen und die Schweriner Heilpädagogin Karin Niebergall-Sippel werden diese Aufgabe künftig übernehmen. Der Lübecker Rechtsanwalt Frank-Eckhard Brand, der seit 2015 als Ansprechperson tätig ist, nimmt diese Aufgabe weiter wahr. Die Diplompsychologin Susanne Zemke dagegen ist aus diesem Amt ausgeschieden. Sie war ebenfalls seit 2015 als Ansprechperson tätig. Damit stehen Betroffenen im Erzbistum Hamburg künftig vier statt bisher zwei Ansprechpersonen zur Verfügung. Die Ansprechpersonen stehen in keinem Arbeits- oder Abhängigkeitsverhältnis zum Erzbistum Hamburg. Ihre Kontaktdaten sind auf der Homepage des Erzbistums Hamburg zu finden.

Bei einer Begegnung mit den Ansprechpersonen heute (Donnerstag, 13. August 2020) betonte Erzbischof Heße die Bedeutung dieser Aufgabe: „Für Betroffene ist es sehr wichtig, unabhängige Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu haben, an die sie sich vertraulich wenden können. Für uns als Erzbistum Hamburg sind sie ebenfalls wichtig, denn wir wollen in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt eine verantwortungsvolle Institution sein. Ich freue mich, dass wir unabhängige Persönlichkeiten gefunden haben, die bereit sind, diese Aufgabe zu übernehmen."

Zum Hintergrund:
Als ein Teil der Aufarbeitung sexualisierter Übergriffe und Gewalt durch Mitarbeitende in der katholischen Kirche hat die Deutsche Bischofskonferenz jedes Bistum verpflichtet, unabhängige Ansprechpersonen zu berufen. Sie stehen Betroffenen zur Seite, damit individuell erlittenes Unrecht dokumentiert wird. Erstgespräche, Recherche und Plausibilitätsprüfung werden von ihnen organisiert. Ansprüche auf Hilfen wie etwa Übernahme von Therapiekosten, Anerkennungszahlungen und Rechtsbeistand werden unterstützt. Der Begriff „unabhängig" bedeutet für die Ansprechperson, dass sie kirchlich nicht weisungsgebunden ist.