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Pfarrei Stella Maris
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Chwalek

Ökumenisches Projekt „Weihnachten in Gemeinschaft"

Niemand soll den Heiligen Abend allein verbringen. In Flensburg laden deshalb die christlichen Gemeinden und Einrichtungen seit Jahren reihum zu einer gemeinsamen Feier ein – diesmal ins Gemeindezentrum von St. Marien.

Heiligabend nicht gemeinsam mit der Familie feiern? Für viele Menschen ist das undenkbar, weshalb es rund um die Festtage richtig voll wird auf den Autobahnen und in den Zügen. Aber was ist mit denen, die keine Familie haben, mit der sie feiern können? Oder die aus anderen Gründen alleine zu Hause sitzen? So wie zum Beispiel viele Senioren oder Studenten, die zum Fest nicht nach Hause fahren können? Und wie verbringen Obdachlose den Heiligen Abend? Einige Kirchengemeinden im Erzbistum laden genau all diese Menschen ein.

So auch die Gemeinde St. Marien – Schmerzhafte Mutter in Flensburg aus der Pfarrei Stella Maris. In Deutschlands nördlichster Stadt gibt es bereits seit einigen Jahren das ökumenische Projekt „Weihnachten in Gemeinschaft", das jedesmal in einer anderen kirchlichen Einrichtung organisiert wird und einiges an Vorbereitung verlangt. Diesmal findet die Feier, ab 18 Uhr im Gemeindehaus von St. Marien statt. Rund 100 Menschen werden dazu erwartet. Sogar ein Hol- und Bringservice wird organisiert und wer will kann sich noch rasch über seine Kirchengemeinde anmelden.

Es gehe darum, Menschen zusammenzuführen, „die ganz anders mit anderen Menschen feiern wollen", wie es der für den Abend verantwortliche Pastoralreferent Florian Aydogan ausdrückt. Wobei, so ganz anders ist es nicht, denn eine Andacht gehört genauso dazu wie ein Festessen mit Rouladen, Petersilienkartoffeln, Rotkohl und Rosenkohl mit Speck. Für Vegetarier wird eine Gemüselasagne zubereitet. Und es gibt Wein, Saft und Wasser sowie zum Abschluss eine Kleinigkeit zum Auspacken. „Ich freue mich darauf, diesen Menschen etwas Freude bereiten zu können. Das ist ein richtig schönes Weihnachtsgefühl", sagt Hiltrud Thye, die gemeinsam mit ihrem Mann Günter zum Vorbereitungsteam gehört. Die beiden haben zwar selbst eine große Familie, doch die kommt erst tags drauf zusammen.

Halina Bialas von der Freien Christengemeinde Flensburg, die schon vergangenes Jahr mitgemacht hat sagt: „Mit dem Herzen bin ich bei der Familie." Doch an diesem besonderen Abend wieder mit dabei zu sein, „das ist mein Wunsch, das kommt von Herzen", so Bialas.

„Ich habe den Eindruck, dass auch wir die Beschenkten sein werden an dem Abend", formuliert es Pastoralreferent Aydogan. Genau das werde ihnen wohl erst dann klar werden, wenn sie hinterher in der Christmette sitzen werden, glaubt Günter Thye. „Etwas Größeres gibt es ja eigentlich nicht."