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Pater Geißler im Gespräch
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Heinen

So etwas wie ein „Quereinsteiger“

Er ist erst seit einem Jahr im Erzbistum Hamburg. Er ist jung, hat aber Erfahrung in vielen unterschiedlichen Bereichen. Der künftige Generalvikar Pater Sascha-Philipp Geißler sagt, mit welchen Gefühlen er die neue Aufgabe angeht.

Wie haben Sie die Chrisammesse am Donnerstag erlebt?

Dieser Gottesdienst ist einmalig im Jahr, etwas ganz Besonderes. Ich finde es sehr schön, mit vielen Mitbrüdern gemeinsam das Weiheversprechen zu erneuern. Wir denken dabei an den Tag unserer Priesterweihe, aber auch vorwärts, und wir lassen uns mit Kraft beschenken für unseren Dienst. Die Weihe der heiligen Öle lässt uns an die vielen Menschen denken, denen wir in der Feier der Sakramente und bei anderen Gelegenheiten Gottes Nähe zusprechen dürfen. Das berührt mich jedes Jahr neu.

Diese Chrisammesse war für Sie besonders...

Ja, denn ich wusste ja mit wenigen anderen schon, dass da am Ende noch was kommt. Aber auch für die anwesenden Mitbrüder und Mitchristen war diese Personalie eine Überraschung. Die vielen fröhlichen Augen beim Auszug haben mir gut getan.

Die Überraschung war: Erzbischof Heße hat bekanntgegeben, dass Sie im Februar sein neuer Generalvikar werden. Wie geht es Ihnen damit?

Inzwischen besser. Direkt nach der Anfrage durch Erzbischof Stefan war ich erstmal ziemlich platt und einige Tage innerlich aufgewühlt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und ich konnte ja nur mit ein, zwei Leuten darüber sprechen. Jetzt, nach der Bekanntmachung, bin ich ruhiger, habe aber ziemlich Respekt vor der Aufgabe. Die Herausforderungen sind groß und die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.

Haben Sie sich das alles gut überlegt? Wie steigen Sie in das Amt ein?

Nach einer Bedenkzeit habe ich dem Erzbischof zugesagt. Denn ich bin ja erst etwas mehr als ein Jahr in Hamburg. Also bin ich so etwas wie ein „Quereinsteiger" in der neuen Aufgabe. Ich denke, so jemanden möchte der Erzbischof haben.

Und ich freue mich darauf, mit ihm und vielen anderen an der Zukunft zu bauen. Große Leistungen und Verdienste kann ich nicht anbieten. Aber immerhin meinen Blick, meine Erfahrungen und Gaben als Mensch und Christ, Pallottiner und Priester.

Langsam wächst neben der Sorge, wie es in der Pfarrei Seliger Johannes Prassek gut weitergehen kann, aber auch die Neugier auf das, was kommt. Und das Vertrauen, dass ich das nicht alleine machen muss. Ich habe Gottvertrauen und weiß um Menschen, die mitgehen und voran gehen wollen...

Andreas Hüser/ Neue Kirchenzeitung

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