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Neustart bei der Alimaus
Bildquelle: Neue Kirchenzeitung / M. Schatz

Wiedereröffnung unter neuer Leitung

Die Tagesstätte für obdachlose und hilfsbedürftige Menschen hat nicht nur ihre Räume wieder geöffnet, unter neuer Leitung wird auch erneuert.
„Möge es ein Haus der offenen Tür und der Nächstenliebe sein." Mit diesen Worten segnete Weihbischof Horst Eberlein am Freitag vergangener Woche das finnische Blockhaus der Alimaus in Hamburg. Damit markierte er zugleich einen Neustart, der Tagesstätte für obdachlose und hilfsbedürftige Menschen – und zwar in mehrer Hinsicht. Denn zum einen hat die Alimaus kurz darauf, am 1. November, nach pandemiebedingter Pause wieder ihre Innenräume – unter 2G-Bedingungen – geöffnet, in denen den Obdachlosen unter anderem ein warmes Essen geboten wird. Zum anderen war es auch der erste öffentliche Auftritt von Christine Meinlschmidt, die seit Juli die Alimaus leitet.

Als sie gehört habe, dass die Leitung der Alimaus in neue Hände gelegt werden solle, habe sie gleich gedacht, dass sie „eine Heimat" für sie werden könne, sagte die 47-Jährige vor den geladenen Mitgliedern des Trägers, des Hilfsvereins St. Ansgar, sowie Freunden und Förderern der Alimaus. Sie sei vom Team „sehr herzlich" empfangen worden und fühle sich dort sehr gut aufgenommen. Und sie betont die Teamarbeit.

Die Tagesstätte nahe der Reeperbahn am Nobistor 42 hat ein äußerst schwieriges Jahr hinter sich. Im Dezember 2020 war der Vertrag mit der damaligen Leiterin Christiane Hartkopf nicht verlängert worden. Hartkopf habe „gut gearbeitet", sagte Pater Karl Meyer, der viele Jahre dem Trägerverein vorstand, bei seiner Ansprache und hob dabei den Kältebus hervor, den sie für die Obdachlosen organisiert hatte. Zwischenzeitlich hatte Pfarrer Kuno Kohn den Vorsitz im Trägerverein und kommissarisch auch die Leitung der Alimaus übernommen. Das habe die Einrichtung bewahrt, meinte Meyer weiter. Kohn hat inzwischen aus persönlichen Gründen den Trägerverein verlassen.

„Viele Ehrenamtliche sind zurückgekehrt"

Interimsmäßig wird der Verein derzeit von Pfarrer Ulrich Krause aus der Gemeinde St. Ansgar in Niendorf geführt, in der die Einrichtung ihren Ursprung hat und aus der die ersten Helfer kamen. Ebenso wie Vorstandsmitglied Heribert Dernbach brachte Krause seine Freude darüber zum Ausdruck, Meinlschmidt für diese Aufgabe gewonnen zu haben.

„Es gibt Instandhaltungsbedarf", merkte Dernbach weiter an. Mit den Arbeiten sei schon begonnen worden, so schlössen beispielsweise alle Fenster wieder richtig. Und auch die in die Jahre gekommene Homepage werde überarbeitet. Mindestens ebenso wichtig aber ist, was Meinlschmidt noch bemerkte: Mittlerweile seien viele Ehrenamtliche, die zu Jahresanfang die Alimaus verlassen hätten, wieder zurückgekommen. Sie fügte aber hinzu: „Wir können noch weitere Ehrenamtliche gebrauchen."

Text und Fotos: M. Schatz



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