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Neugründung der Pfarrei

Die Pfarrpatronin ist Edith Stein

In einem riesigen Raum im Südwesten Mecklenburgs verbinden sich die Pfarreien Hagenow, Ludwigslust und Wittenburg zu einer neuen Pfarrei. Am 25. August wird sie durch Erzbischof Heße feierlich gegründet.

Für wen wollen wir da sein? In ihrem Pastoralkonzept hat die Pfarrei Heilige Edith Stein wichtige Zielgruppen ihrer diakonischen Arbeit aufgelistet: Kinder, um die sich niemand kümmert, Jugendliche, die Orientierung suchen, einsame alte Menschen, Alleinerziehende und Familien, die Hilfe brauchen, Flüchtlinge, zugezogene Gemeindemitglieder und Touristen.
Tatsächlich gibt es auch jetzt schon viele katholische Einrichtungen im Südwesten Mecklenburgs, die sich um diese Menschen kümmern. 13 für alle Menschen offene „Orte kirchlichen Lebens" sind viele und einige davon sind außergewöhnlich.

Orte kirchlichen Lebens, die nicht jeder hat

Dazu gehören etwa das Landschulheim Schloss Dreilützow der Caritas oder die Schulwerkstatt in Ludwigslust oder das Gutshaus in Zühr, in dem Menschen in Schwierigkeiten den Übergang zum „normalen" Alltagsleben schaffen. Außergewöhnlich ist auch die Behinderteneinrichtung in Dreilützow. Stark vertreten sind die Kitas an fünf Orten – auch hier gibt es eine Besonderheit: in Neustadt-Glewe hat die St. Ansveruskirche das Montessori-Kinderhaus St. Julie Billiart unter ihr Dach aufgenommen.

Den Namen der Pfarreipatronin Edith Stein trägt bislang nur eine Einrichtung in der Region: Die ehemals katholische Edith-Stein-Schule in Ludwigslust, die sich inzwischen in Trägerschaft der „Edith Stein Christliche Schule gGmbH" unter dem Dach des evangelischen Diakoniewerks Neue Rampe befindet. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Pfarrei ist das „Leben aus der Eucharistie". Elf Kirchen befinden sich im Raum. Die größten sind die katholischen Kirchen in Wittenburg, Ludwigslust, Hagenow und Boizenburg. In Dömitz steht eines der jüngsten Gotteshäuser im ganzen Bistum: Im Jahr 2000 wurde die Kirche Maria Rosenkranzkönigin eingeweiht. „Es ist uns ein großes Anliegen, dass diese Standorte – solange sich dort noch Gruppen zum Gebet versammeln – auch erhalten bleiben", heißt es im Pfarrkonzept. Fünf Jahre hat die Entwicklung des Pastoralen Raums gedauert. In diesen Jahren hat sich einiges verändert, unter anderem die Mitgliedszahl. 2014 lebten 5 438 Katholiken im Raum. Heute sind es 400 mehr: 5 841.

Nicht alle werden zur feierlichen Gründung am Sonntag, 25. August, kommen. Aber es werden viele da sein. Deshalb findet die heilige Messe mit Erzbischof Stefan Heße nicht in der historisch und landschaftlich einzigartigen Pfarrkirche in Ludwigslust statt, sondern in der Christus König-Kirche in Wittenburg (Dreilützower Chaussee 2 b). Denn dies ist die größte Kirche in der Pfarrei. Die Eucharistiefeier beginnt um 10.30 Uhr. Anschließend ist ein Empfang im Gemeindehaus.

(Text: A. Hüser)