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Neue Pfarrei St. Laurentius

Sieben auf Augenhöhe

Ein langjähriger „Erneuerungsprozess" hat seinen Höhepunkt erreicht: Am vergangenen Sonntag (14. Mai 2017) wurde aus den katholischen Pfarreien Wismar und Grevesmühlen eine neue Pfarrei. Sie trägt den Titel St. Laurentius Wismar.

Beim Festhochamt verlas Weihbischof Horst Eberlein das Dekret zur Errichtung der Pfarrei und ernannte Peter Schwientek zum Pfarrer. Nachdem die alten Kirchenbücher bereits am 13. Mai in Grevesmühlen geschlossen worden waren, wurden während des Sonntagsgottesdienstes neue Bücher – Verzeichnisse über Taufen, Trauungen, Todesfälle, Firmungen und den Empfang der Erstkommunion – eröffnet.

Der Weg zum Pastoralen Raum Nordwestmecklenburg war lang und oft mühsam, wie Horst Eberlein betonte. „Warum nicht alles beim Alten belassen? Es geht um die Chance des Schauens. Alles, aber auch wirklich alles neu in den Blick zu nehmen." Wichtig seien Begegnungen „auf Augenhöhe." Passend dazu brachten Frauen, Männer und Jugendliche sieben Kerzen zum Altar. Symbole für die sieben Gottesdienstorte in der neuen Pfarrei – für die Kirchen in Wismar, Grevesmühlen, Neukloster, Warin, Klütz und Dassow und die Kapelle im Malteserstift St. Elisabeth in Wismar. „Etwas neu in den Blick zu nehmen, dies ist etwas Wunderbares", meinte der Weihbischof.

Pfarrer Schwientek betonte während des Gottesdienstes, den mehrere Chöre gestalteten: „Wir sind in Nordwestmecklenburg seit geraumer Zeit miteinander unterwegs, versuchen, auf Gegebenheiten zu reagieren und uns neu zu orientieren, aufzubrechen. In nächster Zeit wollen wir die Ziele gemeinsam angehen. Alle sind zur Mitarbeit und -gestaltung aufgerufen."

Zur neuen Pfarrei St. Laurentius Wismar gehören rund 3 400 Katholiken. Die Gemeinden der neuen Pfarrei hatten in einem knapp vierjährigen Prozess ein Konzept erstellt, wie Gemeindeleben nach innen und außen wirken soll. Schwerpunkte sollen in der religiösen Kinder- und Jugendarbeit, in der Koordination der Ehrenamtlichen und in der „missionarischen Kirche" gesetzt werden.

„Wir Christen sind Menschen des Weges"

„Die Kirche muss ständig aufbrechen und ganz bewusst Wege in die Welt gehen", mahnte Mathias Diederich, stellvertretender Landrat von Nordwestmecklenburg, nach dem Hochamt und vor dem Start des großen Gemeindefestes. Segenswünsche überbrachten auch Pastoren der evangelischen Gemeinden. „Egal, welcher Konfession wir angehören, Hauptanliegen muss es sein, den Menschen Jesus Christus zu verkünden, damit sie bei ihm Rettung und Heil finden", so Mathias Kretschmer. Sein Amtskollege Thomas Cremer: „Wir Christen sind Menschen des Weges. Unser Ziel ist Christus. Die äußere Form muss man immer wieder neu festlegen."

Quelle: Neue Kirchenzeitung - Text: Norbert Wiaterek