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Neue Pfarrei Sankt Ansgar

Von weiten Wegen und dem Wir-Gefühl

Mit Sankt Ansgar geht am 1. Juli auch der Pastorale Raum Eckernförde – Rendsburg – Schleswig an den Start. Das Gründungsfest findet am 9. Juli statt.

Viereinhalb Jahre hat der gemeinsame Entwicklungsprozess gedauert, in dem die Pfarreien von Eckernförde, Rendsburg und Schleswig ihr Pastoralkonzept entwickelt haben. Krankheitsbedingte Ausfälle und personelle Wechsel haben die Verzögerungen maßgeblich verursacht. Doch nun ist es endlich soweit. Zum 1. Juli wird die neue Pfarrei Sankt Ansgar mit Sitz an St. Martin in Rendsburg gegründet. Das große Errichtungsfest mit Erzbischof Stefan Heße wird allerdings erst gut eine Woche später, nämlich am Sonntag, 9. Juli um 11 Uhr in St. Ansgar in Schleswig, gefeiert. An den Festgottesdienst schließt sich ein Zusammensein mit Grillen, Kaffee und Kuchen an. „Feiern und Begegnen", so lautet das Motto des Tages. Kleine Fähnchen an den Leckereien –sogenannte „Häppchen zum Anbeißen" – werden mit Sätzen aus dem Pastoralkonzept beschriftet; es wird eine Kirchenhüpfburg geben und die Pfadfinder haben auch einiges für die Kinder geplant Um 15.30 Uhr versammeln sich die Gläubigen dann noch einmal zu einer Abschlussandacht.

„Wir sind eine Pfarrei mit viel Fläche", nennt Gemeindereferentin Ulrike Imbusch ein wichtiges Merkmal des neuen Pastoralen Raums. Sie hat den Prozess mit Pfarrer Wolfgang Johannsen jetzt zum Ziel geführt. „Wir sind quasi Pioniere als einer der ersten sehr ländlichen Pastoralen Räume", ergänzt der Pfarrer. Von den Städten Rendsburg, Schleswig und Eckernförde ist Rendsburg mit etwa 27 000 Einwohnern die größte und Eckernförde mit nicht ganz 22 000 Einwohnern die kleinste. Etwa 12 000 Katholiken leben auf dem Gebiet der künftigen

Pfarrei. Wobei etwa die Hälfte von ihnen bis dato zur Rendsburger Pfarrei gehörte, in deren Einzugsgebiet eine Reihe größerer Vororte liegt und mit dem Caritashaus St. Vincenz auch ein wichtiger Ort kirchlichen Lebens.

Mit über 1950 Quadratkilometern haben Pfarrer Johannsen und sein künftiger Mitbruder (Pfarrer Bernd Wojzischke aus Rendsburg wechselt später im Jahr nach Flensburg) ein sehr großes Gebiet zu bereisen, wenn sie zu den sechs Kirchen (zweimal Rendsburg, Schleswig, Eckernförde, Hohenwestedt und Kropp) wollen.

Und was wird in der Pastoral wichtig? „Wir wollen uns weniger um uns selbst kümmern, sondern vor allem um die Menschen, die in Not sind, die einsam sind und Unterstützung brauchen", so Johannsen. Er ist froh, dass sich die Gläubigen der bisherigen Pfarreien einander angenähert haben. „Es hat Zeit gebraucht, bis man zueinander Vertrauen gefasst hat." Obwohl nicht alles einfach war, sei „langsam ein Wir Gefühl entstanden", sagt er. Und darauf sei er auch ein bisschen stolz.

Quelle: Neue KirchenZeitung - Text: Marco Heinen