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Mahnung zum Frieden
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Chwalek

"Mitgefühl stärkt den gesellschaftlichen Frieden"

Erzbischof Stefan Heße hat die Bedeutung des Totengedenkens am Volkstrauertag für ein Miteinander in der Gesellschaft unterstrichen. Der jährlich begangene Volkstrauertag verstetige das Gedenken, sagte er bei der zentralen Veranstaltung des Landes Schleswig-Holstein am Sonntag im Kieler Landtag. Das Erinnern und Trauern um die Gestorbenen in den Kriegen mache deutlich, dass die Toten «keine zufälligen oder vermeidbaren Opfer, keine Betroffenen von Unfällen oder Naturkatstrophen, keine sogenannten Kollateralschäden» seien. Ursache seien vielmehr «der menschliche Unwille und die menschliche Unfähigkeit zum Frieden».

Der Erzbischof rief laut Redemanuskript zu Mitgefühl auf. Wer Mitgefühl lebe, mache deutlich, dass jeder Mensch Würde habe und Anderssein keine Bedrohung sei, sondern eine Bereicherung. Ohne Mitgefühl gäbe es kein Miteinander. Es sei «ein Gegenmittel gegen den vielbeklagten gesellschaftlichen Riss, der durch unser Land geht, der durch Europa geht, ja durch unsere Welt», so Heße. Mitgefühl sei damit auch «ein Gegenmittel gegen Angst, Neid, Hass und Aggression» und diene dem Frieden.

An der Gedenkstunde nahmen auch Landtagspräsident Klaus Schlie als Schirmherr des Volksbunds der Deutschen Kriegsgräberfürsorge sowie Mitglieder der Landesregierung und des Landtags teil. Der Volkstrauertag wurde von dem 1919 gegründeten Volksbund als Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eingeführt.

Am Volkstrauertag gedenken die Deutschen der Opfer der beiden Weltkriege sowie des Nationalsozialismus. Seit Anfang der 1950er Jahre findet der nationale Gedenktag jeweils im November und zwei Sonntage vor dem ersten Advent statt. Der Tag soll zu Versöhnung, Verständigung und Frieden mahnen.

(Quelle: KNA, Fotos: M. Chwalek)

Ansprache des Erzbischofs