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Lübecker Märtyrer
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Heinen

Ökumenisches Gedenken zum 78. Todestag

Rund 150 Menschen – wegen Corona war die Zahl der Gottesdienstbesucher beschränkt – gedachten am 10. November in einer heiligen Messe in der Lübecker Propsteikirche Herz Jesu der vier Lübecker Märtyrer. 

Sowohl Pröpstin Petra Kallies als auch Alterzbischof Werner Thissen traten an den Ambo, um das Wort zu ergreifen – ein besonderes ökumenisches Ereignis, denn es gibt formale Hürden für Predigten nicht katholischer Geistlicher in einem Pontifikalamt. Der Alterzbischof war kurzfristig für den erkrankten Weihbischof Horst Eberlein eingesprungen. Zu den Besonderheiten des Gottesdienstes gehörte außerdem, dass das zum Vortragekreuz umgearbeitete Kruzifix Eduard Müllers zum Einsatz kam. Es gehört zu einem Konvolut aus Briefen und anderen Gegenständen, die dieser Tage dem Archiv der Gedenkstätte Lübecker Märtyrer überantwortet wurden. 

Vor dem Pontifikalamt legte Anke Laumeyer, Enkelin von Karl Friedrich Stellbrink, am Mahnmal für die Lübecker Bürger, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden, auf der Parade einen Kranz nieder.

Die Kapläne Johannes Prassek, Eduard Müller, Hermann Lange und Pastor Karl Friedrich Stellbrink waren am 10. November 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet worden. Am 25. Juni 2011 wurden die Kapläne selig gesprochen, gleichzeitig gab es ein ehrendes Gedenken für Pastor Stellbrink.

Fotos: Marco Heinen



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