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Kirche auf der Hochzeitsmesse

Zwischen Trauringen und Hochzeitstorten

Neue Location, größeres Team: Zum ersten Mal hat der Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein gemeinsam mit der Katholischen Kirche seinen Stand auf der Hochzeitsmesse im Kieler Güterbahnhof aufgebaut. Acht evangelische Pastoren und Vikarinnen sowie drei Mitarbeitende der Kieler Pfarrei Franz von Assisi haben dort am vergangenen Wochenende die Fragen angehender Brautleute beantwortet.

Doch so richtig viel los ist nicht an diesem Sonnabend. Vergleichsweise wenige Besucher schlendern am Nachmittag auf der Hochzeitsmesse im Kieler Güterbahnhof von Stand zu Stand. Sehen sich Trauringe an, probieren Brautkleider oder holen sich Appetit auf die Hochzeitstorte. „Darf ich Ihnen ein Herz anbieten?", fragt Almut Witt und geht auf ein junges Paar zu. Die Pröpstin hat Glück, Kristin Kahl und Vico von Welck nehmen sich ein Fruchtgummi und bleiben am Stand der Kirchen stehen. Sie überfliegen erst einmal die Trausprüche auf Pergament, doch schnell entwickelt sich ein Gespräch. Die beiden Kieler wollen auf jeden Fall kirchlich heiraten: „Können wir uns da eigentlich jede Kirche aussuchen? Wir dachten eher an etwas Ländliches, vielleicht in der Nähe von einem Gutshof", will Kristin Kahl wissen. „Und müssen eigentlich beide in der Kirche sein?", fügt ihr Freund an. Fragen wie diese beantwortet die Pröpstin häufiger an diesem Nachmittag.

Es geht auch darum, was man überhaupt braucht, um kirchlich zu heiraten. „Die Leute wissen teilweise gar nicht, wie sie uns erreichen", hat Witt den Eindruck. Deshalb findet sie es wichtig, als Kirche auf der Hochzeitsmesse präsent zu sein. Sie schätzt die familiäre Atmosphäre, wie freundlich und aufgeschlossen die Besucher sind. Selbst dann, wenn sie eine kirchliche Trauung für sich schon ausgeschlossen haben. Witt steht zum ersten Mal auf einer Hochzeitsmesse, sie kommt nicht nur mit den Paaren, sondern auch mit den anderen Ausstellern ins Gespräch. Lachend meint sie: „Also, so gut hätte ich mir das gar nicht vorgestellt!"

Foto: Ob katholische oder evangelische Brautleute: Es gibt kaum eine Frage, die Pröpstin Almut Witt und Gemeindereferentin Anne Koep (v. l.) nicht beantworten könnten.