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Katholische Kitas
Bildquelle: Erzbistum Hamburg

Neue Ansätze für religiöse Elternbildungsarbeit

In den 65 katholischen Kindertageseinrichtungen des Hamburger Erzbistums erfahren Kinder und ihre Familien Zusammenhalt, ganzheitliche Bildungsangebote und ein christliches Menschenbild. Während die Kinder in der Mitte der täglichen Arbeit in den Kitas stehen, nimmt das Projekt „Religiöser Elterndialog in katholischen Kitas" darüber hinaus auch Eltern mit ihren Fragen, Freuden, Sorgen und Wünschen in den Blick.

Grundlage für die Erarbeitung neuer Ansätze des religiösen Elterndialogs liefern die Erkenntnisse einer im letzten Jahr durchgeführten Evaluation. In Tiefeninterviews und einer Online-Umfrage konnten sich die Eltern von 4500 Kindern aus 64 katholischen Kitas im Hamburger Erzbistum beteiligen. Die Online-Umfrage wurde neben der deutschen Fassung in den fünf weiteren Sprachen Englisch, Arabisch, Polnisch, Türkisch und Französisch angeboten.

Die Ergebnisse zeigen ein Bild von Kitas als Orte der Beziehung, an denen Spuren des Glaubens in alltäglichen Situationen gelebt werden. Das soziale Miteinander und der Respekt vor anderen Menschen sind Werte, die allen Eltern wichtig sind. Auch dass in der Kita Vielfalt gelebt und Freude an Natur und Tieren vermittelt wird und dass die Kinder christliche Traditionen kennen lernen, hat für Eltern eine hohe Bedeutsamkeit.

Außerhalb der Corona-Pandemie, in der bedauerlicherweise nur wenig persönlicher Kontakt stattfinden konnte, wird die Erziehungspartnerschaft zwischen den sozialpädagogischen Fachkräften und den Eltern geschätzt: „Ich erlebe die Kita als Ort, an dem nicht nur unsere Kinder sich wohlfühlen, sondern auch als Ort, an dem ich mich als Elternteil mit meinen Sorgen, Ideen und Nöten gesehen und gehört fühle", so schreibt es eine Mutter.

Die Austauschformate, die kontinuierlich von den sozialpädagogischen Fachkräften in den Kitas angeboten werden, spiegeln die Wünsche der Eltern wieder. Gerne angenommen werden Tür- und Angelgespräche, turnusmäßig stattfindende Entwicklungsgespräche und Elternabende, Familiengottesdienste und auch einfühlsame Hilfestellung, wenn diese benötigt wird.

Hieran knüpft das Projekt mit den Ergebnissen der Online-Umfrage an und erprobt, welche weiteren Beziehungsformate für Eltern in Kitas Raum gewinnen können. Daraus entstanden schon konkrete Umsetzungen: Im Oktober startet ein Pilotprojekt in Kooperation mit Katholischen Familienbildungsstätte Hamburg, in welchem der Elternkurs „Kess erziehen" in vier Kitas in Hamburg City und Eimsbüttel angeboten wird. Ein Fortbildungsangebot für sozialpädagogische Fachkräfte bietet die Möglichkeit, Methoden für die erweiterte Gestaltung von Tür- und Angelgesprächen zu erlernen. Auch ist in Planung, die Wahrnehmung der religiösen Entwicklung der betreuten Kinder in die Entwicklungsgespräche von sozialpädagogischen Fachkräften mit Eltern in der Kita aufzunehmen.

Das Projekt „Religiöser Elterndialog in katholischen Kitas" läuft über einen Förderzeitraum von zwei Jahren noch bis zum 31. März 2022 über eine Finanzierung des Bonifatiuswerkes und wird von Frau Fiona Nöding unter Zuständigkeit des Referates „Religionspädagogik in Kitas" der Abteilung Kitas des Erzbistums verantwortet.

Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie unter www.bonifatiuswerk.de/religioeser-elterndialog-in-katholischen-kitas/
Dieses Projekt wird gefördert durch das Bonifatiuswerk

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