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Gründungstag des Erzbistums
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / Marco Heinen

Marx fordert mehr Miteinander in der Kirche

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat mehr Synodalität - also mehr Miteinander - in der katholischen Kirche gefordert. "Es ist wichtig, dass alle einbezogen sind, in die Mitgestaltung des Weges der Kirche", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Montagabend (7. Januar 2019) im Hamburger St. Marien-Dom. Gerade in Zeiten der zunehmenden Abgrenzung sei es von großer Bedeutung, einander zuzuhören und miteinander zu reden.

Marx feierte gemeinsam mit Erzbischof Stefan Heße und dem Botschafter des Papstes in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, einen Gottesdienst anlässlich der Neugründung des Erzbistums Hamburg vor 24 Jahren. Die Geschichte des Bistums sei zwar kurz. "Aber die Geschichte des christlichen Glaubens in dieser Gegend ist lang. Es ist eine gemeinsame Geschichte der Ökumene", betonte er in seiner Predigt. An der Feier nahmen auch Schleswig-Holsteins Landtagspräsident Klaus Schlie und Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) teil.

Das heutige Erzbistum Hamburg war am 7. Januar 1995 gegründet worden und ist die jüngste und flächenmäßig größte katholische Diözese in Deutschland. Es umfasst Hamburg, Schleswig-Holstein und den Landesteil Mecklenburg. Die dort lebenden gut 400.000 Katholiken machen mit einem Anteil von rund 7 Prozent eine Minderheit in der Bevölkerung aus. Mit der Gründung des Nordbistums vor 24 Jahren schloss die katholische Kirche ihre territoriale Neuordnung nach der deutschen Wiedervereinigung ab. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten zuvor zum Bistum Osnabrück gehört, der mecklenburgische Teil hatte in der DDR eine eigene Administratur gebildet.

Quelle: KNA
Fotos: M. Heinen