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Gremien in Frankreich

Erkundungsreise ins Erzbistum Marseille

Vom 16. bis 20. Oktober besucht eine Gruppe von 27 Priestern aus dem Erzbistum Hamburg die südfranzösische Stadt Marseille. Die Mitglieder der Konferenz leitender Pfarrer und des Priesterrates, dazu gehören Erzbischof Stefan Heße und Weihbischof Horst Eberlein, wollen dort kirchliches Leben kennenlernen.

„Es ist gut, dass wir mit beiden Gremien gemeinsam unterwegs sind und einmal eine völlig andere kirchliche Situation erleben", sagt der Hamburger Erzbischof kurz vor Reisebeginn.

Trotz der geographischen Nähe ist das kirchliche Leben ganz anders als in Deutschland: Keine Kirchensteuer, sehr wenig Organisationsaufwand, hoher Anteil muslimischer Einwohner – und die strikte Trennung von Staat und Kirche, die den öffentlichen Einfluss der Kirche stark einschränkt.

„Bei einem Besuch in Marseille im letzten Jahr hat unser Erzbischof den Erzbischof von Marseille kennengelernt. Er hat uns eingeladen und beide fanden: Es wäre gut, wenn wir die andere Realität kennenlernen", erläutert Schwester Gudrun Steiß, Leiterin der Pastoralen Dienststelle. Sie gehört dem in Frankreich wurzelnden Orden La Xaviere an und hat fünf Jahre lang in der Hafenstadt gelebt. So fiel es ihr leicht, das Reiseprogramm zusammenzustellen. „Ich kenne die Leute dort ja und bin mit allen befreundet. Wir werden zwei Pfarreien besuchen, eine mit einem sozial-karitativen, eine mit einem kontemplativen Schwerpunkt. Wir treffen uns mit den Jesuiten, die gerade ihr Haus verloren haben und neue Wege suchen."

Ein weiteres Treffen gibt es mit dem deutschen Generalkonsul Rolf Friedrich Krause – und natürlich mit dem Gastgeber, Erzbischof Georges Pontier. Marseille ist zwar Partnerstadt von Hamburg, Kontakte zwischen den katholischen Bistümern gab es bisher nicht.

(Foto: Notre-Dame de la Garde, im Volksmund La Bonne Mère – „die gute Mutter", ist eine Marien-Wallfahrtskirche in Marseille)