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Gottesdienst aus der Kapelle
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Heinen

Fronleichnam mit riesiger Gemeinde

Der große Gottesdienst zu Fronleichnam im Ersten Deutschen Fernsehen kommt in diesem Jahr aus Hamburg. Das ist schon in normalen Zeiten keine leichte Sache. Aber wie geht Fronleichnam in der Corona-Krise?

Eigentlich sollte alles ganz groß werden. Eine ARD-Fernsehübertragung des Fronleichnams-Gottesdienstes aus Hamburg. Für den Rest der Welt ist die Hansestadt nicht gerade als Hochburg katholischer Feste mit Prozession, Baldachin, Scharen von Kommunionkindern und viel Weihrauch. In Hamburg-Harburg gibt es zwar in jedem Jahr eine riesige Feier. Nur: Sie findet am Sonntag statt. „Fronleichnam ist kein gesetzlicher Feiertag. Am Donnerstagmorgen gibt es hier keine Gemeinde", schildert ARD-Rundfunkbeauftragter Andreas Herzig das Problem.

Ursprünglich war die Messe am Hafen geplant

Geplant war deshalb eine Feier mit Schülern der katholischen Schulen am Hafen. So wie es im vergangenen Jahr war, als zum ersten Mal 5 000 Kinder und Jugendliche mit Erzbischof Stefan Heße am Altonaer Fischmarkt Fronleichnam feierten. Aber dieser Plan wurde wieder aufgegeben.

Nächster Plan: der Mariendom. Aber die Feier mit Auf- und Abbau passte zeitlich nicht zu den anderen Fronleichnamsfeiern in der Kathedrale. Also gab es eine dritte Lösung: die schöne und große Kirche St. Maria in Hamburg-Harburg. „Und dann kam Corona", sagt Andreas Herzig. Jetzt wird der Gottesdienst aus einem besonderen Ort übertragen: aus der kleinen Kapelle des Ansgarhauses am Mariendom. Am Dienstag, 5. Mai, war technische Vorbesichtigung mit NDR-Regisseur Michael Valentin und Lichttechniker Achim Dorell (Foto).
„Wir machen einen knackigen katholischen Gottesdienst mit Weihrauch und Monstranz", so Herzig. Ein Bild von Sieger Köder „Das Mahl der Sünder" aus der Kiche San Pastore soll neben dem Ambo zu sehen sein. Kantor Norbert Hoppermann wird für die Musik sorgen. Ob und wie eine Gemeinde dabei sein darf, ist noch unklar. Die Gemeinde am Fernseher wird allerdings groß sein. Andreas Herzig: „Mit 700 000 Zuschauern rechne ich auf jeden Fall." Also einschalten: Fronleichnamsgottesdienst mit Erzbischof Stefan Heße am Donnerstag, 11. Juni von 10 bis 11 Uhr im Ersten.

(Text: A. Hüser / Neue Kirchenzeitung)