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Wirtschaftsrat billigt Jahresabschluss 2020

Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat den Jahresabschluss für das Jahr 2020 gebilligt. Er schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 10,9 Millionen Euro. Dadurch erhöhte sich die bilanzielle Überschuldung des Erzbistums auf rund 105 Millionen Euro. Weiter billigte das Gremium auch die Jahresabschlüsse des Erzbischöflichen Stuhls zu Hamburg und des Erzbischöflichen Amtes Schwerin mit positiven Eigenkapitalabschlüssen in Höhe von 66,5 bzw. 8,7 Millionen Euro.

„Trotz weiterhin großer Kostendisziplin konnten wir auch im vergangenen Jahr kein positives Ergebnis erzielen", erläuterte Verwaltungsdirektor Alexander Becker die Entwicklung. „Wesentlich war der coronabedingte Rückgang der Kirchensteuereinnahmen um 13,7 Millionen Euro gegenüber den geplanten Einnahmen und eine Rückstellung für das Krankenhaus Groß Sand in Hamburg-Wilhelmsburg in Höhe von 6,3 Millionen Euro", so Becker.
Der Jahresabschluss war durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris geprüft worden. Die Prüfung hatte zu keinen Beanstandungen geführt und die uneingeschränkte Bescheinigung erhalten.

Im Prüfbericht war darauf hingewiesen worden, dass „der bilanziellen Überschuldung im Wesentlichen langfristige Pensions- und Beihilfeverpflichtungen zugrunde liegen". Daher weise das Erzbistum trotz bilanzieller Überschuldung eine positive Liquidität aus. Um den Fortbestand des Erzbistum Hamburg auch langfristig zu sichern, seien Maßnahmen zu ergreifen, „um die bilanzielle Überschuldung durch Jahresüberschüsse in den nächsten Geschäftsjahren zu beseitigen und ein hinreichendes Vermögen zur Deckung der Pensions- und Beihilfeverpflichtungen aufzubauen", so der Bericht.

Der coronabedingte Rückgang der Kirchensteuereinnahmen in diesem Jahr ist in der Planung bereits berücksichtigt worden. Die Bistumsverwaltung geht heute davon aus, dass der geplante Wert für das laufende Jahr erreicht wird. Das wären rund fünf Millionen Euro mehr als 2020. Die jetzigen Prognosen zeigen, dass das Erzbistum Hamburg durch die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2024 rund 40 Millionen Euro weniger einnehmen wird. Der Rückgang der Kirchensteuer hat direkten Einfluss auf den Abbau der Überschuldung des Erzbistums sowie auf die weiteren Investitionsprojekte.

Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg besteht derzeit aus 32 stimmberechtigten Mitgliedern, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind", so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder kommen aus den Pfarreien und Pastoralen Räumen des Erzbistums Hamburg.

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