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Erzbistum Hamburg weist Vorwürfe zurück

Das Erzbistum Hamburg hat die heute (17.10.2019) in Teilen der Presseberichterstattung erhobenen Vorwürfe der „Lüge, „Täuschung", „Bilanztrickserei" und „Manipulation" mit Blick auf die Bilanz und die bedrohliche finanzielle Lage des Erzbistums scharf zurückgewiesen.

„Sämtliche Bestandteile der Bilanz des Erzbistums - auch die Pensionsrückstellungen - unterliegen klaren staatlichen, kirchen- und finanzrechtlichen Auflagen und werden durch zahlreiche außerkirchliche Instanzen, darunter Versicherungsmathematiker, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater auf ihre Plausibilität und rechtliche Konformität überprüft", erklärte der Sprecher des Erzbistums Manfred Nielen.

Zudem durchlaufen die seit 2013 jährlich veröffentlichten Finanzberichte des Erzbistums neben den genannten Prüfungsinstanzen alle zuständigen Gremien wie den Wirtschaftsrat und werden auch dort noch einmal intensiv geprüft und abschließend gebilligt. Zusätzlich habe das Erzbistum mit der Unternehmensberatung Ernst & Young seit zwei Jahren eines der renommiertesten Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deutschlands mit der Aufarbeitung der finanziellen Situation des Erzbistums beauftragt.

„Wer vor diesem Hintergrund den Vorwurf erhebt, wir würden tricksen, um uns künstlich arm zu rechnen, verkennt schlicht den Ernst der Lage", so Nielen weiter. Der vor gut zwei Jahren eingeschlagene Sanierungskurs nehme nicht nur das katholische Schulsystem der Hansestadt, sondern alle Bereiche des Erzbistums in den drei Regionen Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg in den Blick. Bereits vorgenommene und mögliche künftige Einschnitte seien notwendig, um angesichts einer ansonsten drohenden Überschuldung von 350 Millionen Euro das Erzbistum zukunftsfähig zu erhalten.

„Wer jetzt fordert, wir sollten die Augen vor der finanziell bedrohlichen Situation verschließen und einfach so weitermachen wie bisher, nimmt sehenden Auges in Kauf, dass das Erzbistum in wenigen Jahren handlungsunfähig ist", erklärte Nielen.

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