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Filmpremiere mit Willi
Bildquelle: Kindermissionswerk / Ralf Adloff

Rund 280 Sternsinger auf rotem Teppich in Hamburg

Kleine Könige auf dem roten Teppich: 281 als Sternsinger verkleidete Mädchen und Jungen aus mehreren Bistümern haben am Samstag in Hamburg die Premiere des neuen Aktionsfilms «Unterwegs für die Sternsinger - Willi in Indien» gefeiert. Mit dabei war der Fernsehreporter Willi Weitzel, der in dem Film die Lebenssituation von arbeitenden Kindern im Beispielland Indien schildert. Die Filmvorstellung fand im CinemaxX-Kino in
Hamburg-Dammtor statt.

Rund um den 6. Januar 2018 wollen in den 27 deutschen Bistümern rund 300.000 Kinder und Jugendliche in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen, wie das Kindermissionswerk «Die Sternsinger» und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ankündigten. «Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!» heißt ihr Leitwort zur 60. Aktion Dreikönigssingen. Bundesweit eröffnet wird die Aktion am 29. Dezember in Trier. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk und der BDKJ.

Am Samstag stiegen schon einmal in Hamburg knallgelbe Luftballons in den Himmel - und mit ihnen Wünsche der Sternsinger für arbeitende Kinder in aller Welt, wie das Kindermissionswerk und der BDKJ mitteilten. Die verkleideten Sternsinger stammten aus den sieben (Erz-)Bistümern Hamburg, Münster, Hildesheim, Augsburg, Mainz, Essen und Osnabrück.

«Der Film macht nachdenklich, zeigt aber auch, dass man etwas tun kann. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern weltweit müssen wir dafür sorgen, dass Kinder zur Schule gehen können statt arbeiten zu müssen», erklärte «Sternsinger»-Präsident Klaus Krämer. BDKJ-Bundespräses Dirk Bingener sagte: «Nur wenn man über das Thema spricht, werden es weniger Kinder, die arbeiten müssen.» Berichtet werde in dem Film etwa über die acht Jahre alten Neetu, die 14 Stunden täglich Armreifen bearbeite und dafür nicht einmal 1,50 Euro bekomme. Oder über die zwölfjährige Salma, die nachmittags Teppiche knüpfe, aber wenigstens morgens zur Schule gehen könne.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die «Sternsinger»-Aktion den Angaben zufolge zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro seien seitdem gesammelt, mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt worden. Bei der 59. Aktion zum Jahresbeginn 2017 hatten die Mädchen und Jungen rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. (KNA)

(Fotos: Kindermissionswerk / Ralf Adloff)