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Fachgespräch zu Menschenhandel
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / Giuliani / von Giese

Heße: Arbeitsausbeutung geschieht mitten unter uns

Für Erzbischof Stefan Heße ist internationale Zusammenarbeit notwendig, um Menschenhandel und Arbeitsausbeutung zu bekämpfen. „Nur wenn die Polizei- und Justizbehörden der Staaten entlang der gesamten Kette zusammenarbeiten, kann der Menschenhandel unterbunden werden und können die Täter gefunden, die Taten gestoppt werden", sagte Heße bei einem internationalen Fachgespräch zum Menschenhandel, das heute (8. Dezember) als Online-Konferenz stattgefunden hat. Die Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, deren Vorsitzender Heße ist, hatte dazu eingeladen.

Der Erzbischof betonte: „Menschenhandel und Arbeitsausbeutung geschehen täglich und mitten unter uns". Heße hob hervor, dass Probleme, die schon lange existieren, einer breiten Öffentlichkeit erst bewusst wurden, als die Pandemie ökonomische Abläufe unterbrochen und vulnerable Beschäftigte zuerst getroffen habe, darunter „Menschen, die unter erbärmlichen Bedingungen, ohne Schutz vor Ansteckung, in der Nahrungsmittel-Industrie oder als Saisonarbeiter arbeiten oder Menschen, die in der häuslichen Pflege ausgebeutet werden". Hinter jedem Schicksal „stehen die Profiteure, die Schleuser und Anwerber, die ausbeuterischen Arbeitgeber und Zuhälter. Und zuletzt auch wir alle, die wissentlich oder unwissentlich von ungerechten Löhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen profitieren".

Hinweis: Nähere Informationen zu der Konferenz finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz www.dbk.de