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FAQ

Häufig gestellte Fragen

THEMENKOMPLEX Schule

Zur Frage, ob nur an sozial schwachen Standorten gekürzt wird:
Das Erzbistum Hamburg ist weiterhin mit seinen Schulen auch in sozial schwächeren Gebieten der Stadt Hamburg präsent. Das Erzbistum hat in den vergangenen Jahren u.a. die Katholische Schule Farmsen, die Katholische Schule St. Paulus in Billstedt sowie die Katholische Bonifatiusschule in Wilhelmsburg mit erheblichen Investitionen gestärkt. Eine Bevorzugung bestimmter Stadtteile war und ist keinesfalls gegeben. Zudem stellt sich die Schülerschaft an allen Standorten ausgesprochen heterogen dar. Und das soll so bleiben. Acht Schulen müssen geschlossen werden, um 13 Schulen erhalten und weiterentwickeln zu können. Zudem werden Alternativen für die Sophienschule, die Katholische Schule in Harburg und die Katholische Schule Neugraben geprüft. Hieran wird intensiv gearbeitet. Die grundlegenden Aspekte für die Standortentscheidungen ergaben sich aus der Betrachtung und differenzierten Analyse der baulichen Situation, der notwendigen Sanierungs- und Investitionsbedarfe, der Erweiterungsmöglichkeiten am Standort, der Zügigkeit, dem Schulgeldaufkommen sowie aus den Grundlagen der staatlichen Refinanzierung.

Zur Frage nach der (Eltern-)Kommunikation:
Grundsätzlich können wir sagen, dass es im vergangenen Jahr (2017) einen regelmäßigen Austausch zwischen der Abteilungsleitung Schule und Hochschule und dem Vorstand der Gesamtelternvertretung gab. Diese Transparenz in der Kommunikation werden wir auch zukünftig beibehalten. Zunächst gab es vertrauliche Gespräche mit allen 21 Schulleitungen, um sie über die Standortentscheidungen zu informieren. Direkt im Anschluss gab es eine mehrstündige persönliche Information der Gesamtelternvertreter (18.01.2018). Parallel dazu informierten die Schulleiter ihre Kollegien sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten. Die Information der Öffentlichkeit erfolgte erst am nächsten Tag (19.01.2018). Es war das klare Ziel, den Informations- und Beratungsprozess, der den Eltern zugesagt worden war, bis Ende März 2018 fortzuführen und die Eltern über die baulichen, wirtschaftlichen und systemischen Einschätzungen zu den Standorten eingehend zu informieren. Aufgrund der in der zweiten Januarwoche vom Erzbistum Hamburg beschlossenen Sofortmaßnahmen, die sich aus der finanziellen Dringlichkeit ergaben, konnte dieser Prozess so nicht aufrechterhalten werden. Das tut uns leid - es wird künftig so nicht wieder vorkommen.

Zur Frage nach der Zukunft der Lehrerinnen und Lehrer sowie den Angestellten an den betroffenen Schulen: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unseren Standorten, die nicht zuvor aus Pensions- oder Rentengründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden, werden an den verbleibenden Standorten weiter beschäftigt.

Zur Frage nach Initiativen und Angeboten zur Rettung einzelner Schulen:
Alle Angebote und Vorschläge zum Erhalt der drei genannten Schulen (Katholische Schule Harburg, Katholische Sophienschule in Barmbek, Katholische Schule Neugraben) werden geprüft.

Zur Frage nach Reaktion und Mitgefühl:
Erzbischof, Generalvikar, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulabteilung sowie viele weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Generalvikariat nehmen sehr aufmerksam wahr, dass Enttäuschung, Wut und Unverständnis bei Schülern, Eltern und Lehrern da sind. Das ist sehr gut nachvollziehbar und verständlich. Die getroffene Entscheidung fällt niemandem im Bistum leicht und sie wurde auch nicht „leichtfertig" getroffen. Im Rahmen der Abendtermine an den Schulen stellen sich Generalvikar Thim, Hr. Dr. Haep, Fr. Dr. Hutmacher sowie Mitarbeiter von Ernst & Young sowie weitere Berater den Fragen von Lehrern und Eltern an allen betroffenen Schulen. Sie hören die Sorgen und Nöte an, beantworten die Fragen bzgl. der jeweiligen Schule und sprechen über die nächsten Schritte.

Zur Frage nach Gesprächen zwischen Erzbistum und Schulbehörde:
Ein erstes Gespräch mit Senator Ties Rabe, in dem grundlegende Aspekte des Erneuerungsprozesses sowie Restrukturierungsüberlegungen erörtert wurden, hat am 5. Dezember 2016 in der Schulbehörde stattgefunden. Dr. Haep ist zudem bereits seit Juli 2017 im Gespräch mit Spitzenbeamten der Schulbehörde. In einem ausführlichen Gespräch am 26. Juli 2017 in den Räumen der Schulabteilung ist der Leiter des Amtes für Bildung, Thorsten Altenburg-Hack, über mögliche Standortszenarien informiert worden. Einzelne Schulstandorte sind sogar namentlich genannt und mögliche Einschnitte in den Bezirken Harburg und Altona gemeinsam erörtert worden. Der Leiter des Amtes für Bildung hat bei diesem Gespräch auf mögliche Kooperationen mit Schulbau Hamburg verwiesen. Derartige Kooperationen werden weiter geprüft. Am 16.1.2018 fand ein Gespräch mit der Beschlussmitteilung in der Schulbehörde statt. Erzbistum und Behörde werden weiterhin in Gespräche gehen.

Begleitung und Perspektive:
Schüler, Lehrer & Eltern sind allen in der Bistumsleitung sehr wichtig. Es wird bestmöglich versucht, alle Betroffenen gut zu begleiten. Und es wird alles dafür getan, das Katholische Schulsystem im Erzbistum Hamburg gut weiterzuentwickeln.

Zur Frage nach dem Wirtschaftsbericht und der Bilanz des Erzbistums:
Das bis einschließlich 2015 in den Finanzberichten des Erzbistums Hamburg veröffentlichte „positive Bild" liegt daran, dass es im Erzbistum zuvor keinen gemeinsamen (konsolidierten) Abschluss gab, in den die Zahlen des Katholischen Schulverbandes mit einbezogen waren. Hierzu bestand auch keine rechtliche Verpflichtung. Die jeweiligen rechtlich eigenständigen Körperschaften (Erzbistum und Katholischer Schulverband) haben lediglich Einzelabschlüsse erstellt und diese durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen lassen. Daher tauchten die Belastungen durch den Schulverband nicht in den Finanzberichten des Erzbistums auf. Die Aufstellung der Abschlüsse sind im Grundsatz – bis auf wenige Ausnahmen, die auch in den Prüfungsberichten aufgeführt worden sind – gemäß der Vorschriften des HGB (Handelsgesetzbuch) erfolgt. Um auf das auf uns zukommende „Wirtschaftliche Problem Katholischer Schulverband" aufmerksam zu machen und dieses in seiner Dimension transparent darzustellen, wurden für das Jahr 2016 erstmalig alle Zahlen zusammengeführt in einer sog. ProForma-Konsolidierung. Diese Aufgabe wurde vom Erzbistum Hamburg zusammen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris in 2017 für den Jahresabschluss 2016 durchgeführt. Weiterhin wurden erstmalig die sogenannten „Altverpflichtungen" (vor 1986) aus Pensionszusagen mit in die Konsolidierung aufgenommen. Diese wurden vom ehemaligen Schulverband bis dato nicht aufgeführt und waren bis zur Beauftragung eines neuen Pensionsgutachtens durch das Erzbistum in ihrer Höhe auch nicht bekannt. Im Bericht zum Jahresabschluss 2016 der Solidaris wurde aufgrund von geänderten Rahmenbedingungen bzgl. des eigenständigen Schulverbands die bilanzielle Überschuldung des Erzbistums erstmalig aufgedeckt. Konkret bedeutet dies, dass die Gesamtverbindlichkeiten, die das Erzbistum eingegangen ist, größer sind als das Vermögen aus z.B. Immobilien oder Finanzanlagen. Von Solidaris wurden daraufhin Maßnahmen angemahnt, um den Fortbestand des Erzbistums Hamburg langfristig zu sichern. Ernst & Young hat in der Folge von Seiten des Erzbistums einen entsprechenden Sonderauftrag erhalten, der auf den historischen Zahlen aufsetzt und eine Analyse der voraussichtlichen Entwicklung des Erzbistums in den kommenden Jahren beinhaltet.

Zur Frage, was es kosten würde, alle 21 Schulen noch ein weiteres Jahr weiterlaufen zu lassen:
Man muss bei den Schulen zwischen operativem Betrieb und notwendigen Investitionen unterscheiden. Zum operativen Betrieb gehören z.B. die Lehrergehälter, Mieten, Abschreibungen, Lehrmaterialien, etc. Zu den Investitionen zählt die Summe, die aufgebracht werden muss, um die Gebäude zu sanieren bzw. auszubauen. Der jährliche Zuschuss zum operativen Betrieb (bei Fortschreibung der Geschäftszahlen der 21 Schulen) würde sich zwischen 8 und 13 Mio. € bewegen. Nach Schließung der Schulen - also nach Beendigung des angestrebten „Ausschleichprozesses" – sowie weiterer operativer Maßnahmen innerhalb der verbleibenden Schulen (z.B. optimierter Einsatz von Lehrkräften, Überarbeitung des Schulgeldes) würde nach aktueller Planung eine „schwarze Null" darstellbar sein. Die 13 weiterzuentwickelnden Schulen benötigen ca. 65 Mio. € an Investitionen, die 8 Standorte ca. 100 Mio. €. Zusammen 165 Mio. €.

Zur Frage nach den Fehlern der Vergangenheit:
Es sind in der Vergangenheit diverse Fehler gemacht worden. Es geht nun darum, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und genau hinzusehen und ohne zu zögern für die Zukunft zu handeln. Das Erzbistum Hamburg hat nun tatkräftig die Herausforderung angenommen, die negative Entwicklung langfristig zu stoppen und die katholische Kirche im Norden wieder stabil und zukunftssicher aufzustellen. Ziel aller Maßnahmen ist die Schaffung einer langfristig nachhaltigen Haushaltsplanung ab 2019. Die Umsetzung eines ganzheitlichen Maßnahmenpakets, das unter anderem die Schließung von Schulen erfordert sowie eine Reduzierung des Immobilienbestands, muss unweigerlich erfolgen. Der Zeitrahmen der Sanierung darf nicht zu langfristig gestreckt werden. Erste Maßnahmen wurden z.B. im Hinblick auf eine Strukturveränderung des Generalvikariates bereits umgesetzt: Die Auflösung des Katholischen Schulverbands und Übernahme aller Verbimdlichkeiten und Verantwortlichkeiten durch das Erzbistum; die Schaffung übergreifender Abteilungen für das gesamte Erzbistum (Schule, Bau, Personal, Pfarreien, Finanzen).

Informationen zur Frage nach den Hintergründen der Entscheidung:
Die Bilanz des Erzbistums Hamburg weist eine Überschuldung in Höhe von 79 Millionen Euro aus. Damit reicht das derzeitige Vermögen nicht aus, um die langfristigen Verpflichtungen zu begleichen. Die Beseitigung des Instandhaltungsstaus und die Erhöhung der Pensionslasten bei gleichzeitiger Fortführung aller bisherigen Aktivitäten würde die bilanzielle Überschuldung des Erzbistums auf 353 Millionen Euro im Jahr 2021 erhöhen. Die Überschuldung ist nur mit tiefgreifenden strukturellen Einschnitten zu verringern. Ziel ist es, das gesamte Erzbistum Hamburg und damit auch den Schulbereich über eine nachhaltige Haushaltsplanung auf eine solide und langfristig tragfähige Basis zu stellen.

Zur Frage, wie die Schulen überprüft/ begutachtet wurden: Anfang 2017 hat das Erzbistum einen intensiven Analyseprozess angestoßen, der die wirtschaftliche Situation, die notwendigen Investitionen in Gebäude und die zukünftige Tragfähigkeit der Schulen hinsichtlich der sozialräumlichen Entwicklung beleuchtete. Für alle Themenbereiche wurden die internen Analysen durch externe Gutachten – u.a. durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, durch Architekten, etc. – erweitert oder gegengeprüft. Auf dieser Grundlage hat das Erzbistum Hamburg jetzt einschneidende Maßnahmen beschlossen, die auch Schulschließungen beinhalten.

 

WIRTSCHAFTLICHE Analyse

Wieso Ernst & Young und was hat das gekostet?
Die wirtschaftliche Tiefenprüfung aller Bereiche und die Erarbeitung von Szenarien zur wirtschaftlichen Gesundung des Erzbistums Hamburg wäre mit rein internen Kräften nicht gelungen. Die externe Beratung war notwendig, um weiteren Schaden abzuwenden und verlorene Zeit aufzuholen. Das Engagement der Firma Ernst & Young liegt im marktüblichen Rahmen der Beraterhonorare, reduziert um einen erheblichen Nachlass für soziale Einrichtungen und Kirchen. Vertrauliche Vertragsinformationen können – auch aus Rücksichtnahme auf den Auftragnehmer – nicht offen gelegt werden. Das tut das Erzbistum Hamburg auch in anderen Bereichen, z. B. bei Honorarverträgen etc. nicht. Die Firma Ernst & Young wurde nach einem intensiven Auswahlverfahren beauftragt und von den Kontrollgremien des Erzbistums bestätigt. Die Gesamtkosten für Beratungstätigkeiten des Erzbistums werden jedes Jahr im Rahmen des Wirtschaftsplans veröffentlicht.

Waren die Probleme nicht schon vorher bekannt?
Auch wenn die Grundproblematik bekannt war – eine solch detaillierte Analyse ist dem Erzbistum Hamburg bisher nicht möglich gewesen. Die jetzige Lage ist zudem in einen größeren Kontext einzubetten: Die Entwicklung der Pastoralen Räume u.a. aufgrund des Priestermangels; der „Kassensturz" 2015, der die wirtschaftliche Schieflage zum ersten Mal deutlich machte; der Erneuerungsprozess, der von Beginn an sowohl die wirtschaftliche als auch die pastorale Seite beinhaltet.

Was ist die zentrale Erkenntnis der Analyse?
Die zentrale Erkenntnis des wirtschaftlichen Analysenprozesses lautet: Die verbleibende Überschuldung ist nur mittels tiefgreifender struktureller Einschnitte zu reduzieren. Nicht zu vergessen ist dabei der Pastorale Orientierungsrahmen, der die Schwerpunktausrichtung des Erzbistums beinhalten wird. Das Erzbistum Hamburg wird es schaffen müssen, mit weniger Geld eine lebendige Kirche zu sein. Eine Zusammenfassung der Analyse finden Sie zudem hier.

Wird auch das Generalvikariat sparen müssen?
Auch das Generalvikariat muss sich neu aufstellen. Die Herausforderung liegt dabei in einer Qualitätssteigerung bei gleichzeitiger Kostenkontrolle. Erste Spar- und Umstrukturierungsmaßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung/ in Planung: Stellenoptimierung, sozialverträglicher Personalabbau durch Ruhestand und nicht erneute Nachbesetzung von Stellen.

Wann wird der Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht?
Der Geschäftsbericht 2016 ist in Arbeit und wird veröffentlicht, sobald er von allen Gremien verabschiedet worden ist. Die Jahresüberschüsse betreffen das Erzbistum Hamburg konsolidiert. Überschüsse wurden in Rücklagen gesteckt. Das Erzbistum Hamburg hat seit Jahren versucht, gegen den Instandhaltungsstau anzusparen. Es gibt allerdings externe Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. Durch die derzeitige Niedrigzinsphase (von 3% auf 2%) verändert sich die Last momentan jährlich ins Negative. Diese Niedrigzinsphase konnte vor 4-5 Jahren niemand absehen. Der daraus folgende zukünftige Anstieg der Pensionslasten lässt sich leider nicht mehr aufhalten.

Welcher Anteil der Kirchensteuer kommt den Pfarreien zugute?
Im Jahr 2015 gingen 35% der Kirchensteuer in die Kirchengemeinden.

Kirche & Finanzen – grundlegende Informationen
Was ist die Kirchensteuer auf Kapitalerträge? Was versteht man unter Staatsleistungen? Wie finanziert sich die Kirche? Was leisten Caritas und Ehrenamt? Viele Fragen werden zur Kirchenfinanzierung gestellt. Auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie Antworten auf diese und weitere häufig gestellte Fragen zum Thema Kirche & Finanzen. 

Meine Frage konnte auf dieser Seite nicht beantwortet werden. An wen kann ich mich wenden?
Wenn es um projektspezifische Nachfragen geht, wenden Sie sich gerne direkt an die jeweilige Projektleitung. Die Kontaktdaten finden Sie hier. Geht es um allgemeine Fragen oder nicht näher zu spezifizierende Fragen, wenden Sie sich gerne an das Projekt Kommunikation: projekt-kommunikation@erzbistum-hamburg.de.

 

ERNEUERUNGSPROZESS allgemein

Wie kam es zum Erneuerungsprozess?
Der Erneuerungsprozess beinhaltet zwei Komponenten: Zum einen geht es um die Fortsetzung des schon begonnenen Weges der Pastoralen Räume. Zum anderen geht es um die finanzielle Situation des Erzbistums, die ein „Weiter so" nicht mehr zulässt. Eingebettet sind alle Überlegungen in einen geistlichen Prozess, mit dem Auftrag, im Norden missionarisch Kirche zu sein. Auf die zahlreichen Informationsveranstaltungen zur Finanzsituation des Bistums zu Beginn des Jahres 2016 folgten intensive interne Beratungen, wie es zukünftig weitergehen kann. Aufgrund zahlreicher Empfehlungen, fiel die Entscheidung, dass es ohne den Blick, die Struktur und den Antrieb von außen nicht funktioniert.

Was bedeutet „Geistlicher Prozess" – es geht doch eigentlich um Einsparungen?
Der Erneuerungsprozess ist gleichermaßen ein geistlicher und wirtschaftlicher Prozess und kein wirtschaftlicher Sparkurs, auf den theologische Antworten gefunden werden. Es ist die Chance, fundiert zu überlegen: Wie wollen wir Kirche von morgen sein? Was bedeutet missionarisch Kirche sein in der heutigen Zeit? Erzbischof Stefan fragt daher in seiner Ansprache: Was hilft uns bei unserer Christusbeziehung weiter, was steht dem entgegen oder ist dazu neutral? Diese Fragestellung wird bei allen Entscheidungen immer mit berücksichtigt werden. Es werden keine rein wirtschaftlichen Entscheidungen gefällt. Ein Ziel muss bei aller Anstrengung und Überlegung sein, dass die Pastoral den Finanzen wieder vorausgehen kann. Alle Menschen im Erzbistum Hamburg sind eingeladen, daran mitzuarbeiten und sich mit ihrer Expertise einzubringen.

Wer macht die ganze Arbeit?
Die Arbeit liegt in der Verantwortung der Bistumsleitung, also des Erzbischofs und des Generalvikars, und der Projektverantwortlichen. Darüber hinaus sind weitere zahlreiche Personen in den Prozess eingebunden. Jedes Projektteam besteht aus der Projektleitung und einer bestimmten Anzahl von Mitwirkenden, die die einzelnen Teilprojekte und Aufgaben gemeinsam bewältigen. Die Projektgruppen setzen sich aus unterschiedlichen Personenkreisen und Berufsgruppen aus dem gesamten Erzbistum zusammen. Es ist kein von oben vorgegebener Prozess mit fertigen vordefinierten Lösungen, die bereits heute beschreiben, wie es im Jahr 2020 aussehen wird. Partizipation muss ernst genommen werden.

Wie lange dauert der Erneuerungsprozess?
Ziel ist es, den Prozess und die darin zu bearbeitenden Themen bis zum Jahr 2020 umzusetzen.

Wo kann ich mehr über den Erneuerungsprozess erfahren?
Auf der Bistumshomepage unter www.erzbistum-hamburg.de/Erneuerungsprozess werden laufend Informationen, Termine, Hintergründe und Entscheidungen rund um den Erneuerungsprozess veröffentlicht. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich bei den Projektleitungen nach dem aktuellen Stand zu erkundigen und Vorschläge und Ideen einzureichen. Die Kontaktdaten aller Projekteiter_innen finden Sie hier.