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Etat 2023

Planung mit vielen Unsicherheiten

Der Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg hat den Wirtschaftsplan für das Jahr 2023 beschlossen. Der Haushalt hat einen Umfang von 241 Millionen Euro (2022: 268 Millionen Euro). Der Plan weist ein Jahresdefizit von 50,7 Millionen Euro aus. Davon gehen 36 Millionen Euro auf den zusätzlichen jährlichen Zinsaufwand für bestehende Pensionsrückstellungen zurück und 14 Millionen Euro für die Umsetzung des Schulentwicklungsplans.

In den einzelnen Aufgabenfeldern geht der größte Teil der verwendeten Mittel mit 50 Prozent in die pastorale Arbeit; 22 Prozent fließen in den Bereich Schule und Hochschule. Haupteinnahmequelle ist mit 128,5 Millionen Euro die Kirchensteuer. Öffentliche Mittel sind mit 53,4 Millionen Euro eine weitere wichtige Einnahmeposition. Davon macht der staatliche Finanzierungsbeitrag für die katholischen Schulen in Hamburg den größten Teil aus.

Verwaltungsdirektor Alexander Becker sagte: „Das größte Risiko für das Erzbistum im Jahr 2023 stellen die unvorhersehbaren Preisentwicklungen dar. Neben großen geplanten Bau- und Investitionsmaßnahmen sind ebenso die laufenden Bewirtschaftungskosten sowie die erwarteten Tarifsteigerungen zu berücksichtigen." Auf der anderen Seite seien die Kirchensteuereinnahmen für das kommenden Jahr nur schwer planbar. Kurzarbeit und eine drohende Rezession können die Ertragsseite deutlich beeinträchtigen. Tarifsteigerungen könnten hingegen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben erhöhen.

Wie im Vorjahr sieht der Verwaltungsdirektor als bleibende Herausforderungen die Umsetzung des Schulentwicklungsplans, die Beseitigung des Investitionsstaus im sonstigen Immobilienbestand, die Umsetzung der Vermögens- und Immobilienreform und das erwartete Absinken des HGB-Zinssatzes zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen. „Dies alles macht ein ausgewogenes wirtschaftliches Handeln zwischen Investitionen einerseits und kaufmännischer Vorsicht andererseits weiterhin notwendig", so Becker.

Dem Wirtschaftsrat des Erzbistums Hamburg gehören derzeit 31 stimmberechtigte Mitglieder an, die „in wirtschaftlichen Fragen erfahren sind", so die Ordnung des Gremiums. Die meisten Mitglieder kommen aus den Pfarreien des Erzbistums Hamburg.

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