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Erzbischof

Bischofswappen

Der quadrierte Wappenschild zeigt in Feld 1 zwei gekreuzte weiße (oder silberne) Schlüssel auf rotem Grund, in Feld 2 einen sechsstrahligen blauen Stern in Weiß (Silber), sodann in Feld 3 einen blauen Fluss auf weißem (silbernen) Grund und in Feld 4 in Rot ein weißes (silbernes) Herz, aus dem ein weißes (silbernes) Kreuz wächst.

Schlüssel, Stern und Herz mit Kreuz sind dem Wappen des Erzbistums Hamburg entnommen, wobei die beiden Schlüssel Petri auf das in der Reformation untergegangene Erzbistum Hamburg-Bremen verweisen.

Herz und Kreuz entstammen dem Wappen des Bischofs Niels Stensen (1638 –1686). Der Stern bezieht sich auf die Gottesmutter Maria, Patronin der Stadt Hamburg sowie der Kathedralkirche des Erzbistums. Gleichzeitig erinnert der Stern an den offenen Himmel, den der hl. Stephanus, Namenspatron von Erzbischof Stefan, vor seinem Martyrium sah (Apg. 7, 56).

Der Fluss erinnert an die Herkunft des Erzbischofs vom Rhein, verweist aber auch auf die Elbe sowie die Nord- und Ostsee; Hamburg ist das einzige deutsche Bistum, welches an den Ufern beider Meere liegt. Zudem ist der Fluss ein Bild für die Kirche, die als lebendige Glaubensgemeinschaft wie das unaufhörlich fließende Wasser ständig in Bewegung ist, und mahnt den Erzbischof an seine Aufgabe als Brückenbauer.

Begleitet wird der Schild von den heraldischen Insignien des Erzbischofs: Hinter dem Schild steht ein goldenes Doppelkreuz, das Vortragekreuz des Erzbischofs, überhöht von einem so genannten Prälatenhut in Grün mit beidseitig an Schnüren herabhängenden, je zehn (1:2:3:4) grünen Quasten. Die Wappendevise „Apud Deum omnia possibilia" ist dem Matthäus Evangelium (19,26) entnommen und lautet übersetzt: „Für Gott ist alles möglich".

Erzbischof Stefan hat am 29. Juni 2015 vom Papst Franziskus das Pallium überreicht bekommen. Die ringförmig zusammengenähte Wollstola mit schwarzen Seidenkreuzen ist ein Zeichen der Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhl. Bei feierlichen Gottesdiensten wird das Pallium über dem Messgewand getragen.