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Einmal von Lübeck nach Rom
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / katholische-pfarrei-luebeck.de

1900 Kilometer mit dem Rad pilgern

Wer schon einmal gepilgert ist, weiß, dass sich manche Strecken ziehen können. Wie lang jedoch rund 1900 Kilometer werden können, werden wahrscheinlich die Wenigsten jemals herausfinden. Rudi Abold wird es jedoch bald wissen. Am 2. Juni beginnt für ihn genau solch eine Pilgerreise. Auf dem Fahrrad möchte er von Lübeck nach Rom pilgern – um die „Freunde Gottes" in die italienische Haupstadt zu bringen. „Die Lübecker Märtyrer werden im Martyrologium von Giesela Maria Thoemmes als Freunde Gottes bezeichnet. Und ich bin der Bote für diese außergewöhnlichen Männer", sagt er.

Deswegen ist auch das Motto der Pilgertour: „Freunde Gottes auf dem Weg". Rudi Abolds Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad der drei katholischen Kapläne sowie des evangelischen Pastors, die am 10. November 1943 wegen Wehrkraftzersetzung, Heimtücke, Feindbegünstigung und Abhören von Feindsendern hingerichtet wurden, auszuweiten. Während der Pilgerreise möchte er in christlichen Klöstern schlafen, um das Gespräch mit den dort Lebenden zu suchen und über die Taten der vier Männer zu berichten. Auch im Rahmen einer Andacht die Märtyrer zu präsentieren, ist für Rudi Abold eine Überlegung. Die Idee zu dieser Pilgerreise ist nicht erst gestern entstanden. Seit dem Beginn der Gedenkstätte der Lübecker Märtyrer ist Rudi Abold dort ehrenamtlich aktiv. Inzwischen, so sagt er, habe er eine Berufung durch die vier Märtyrer erfahren. Am letzten Gedenktag, dem 10. November 2018, hat er Erzbischof Stefan Heße von seinen Plänen berichtet. Der hat Rudi Abold nun den Pilgersegen erteilt. Auch einen Pilgerbrief, der ihn als Pilger bezeichnet und somit auch als Ausweis für Deutschland und Italien dient, hat ihm der Erzbischof Heße ausgestellt.

Kurz bevor die Reise beginnt wünscht sich Rudi Abold nur noch eines: „Für mich ist wichtig, dass ich auf dem Weg die Begleitung von denjenigen habe, denen die Lübecker Märtyrer auch wichtig sind und wenn die mich mit ihren Gebeten begleiten, das wäre für mich sehr angenehm."

Über die Internetseite www.erzbistum-hamburg.de/Radpilger bekommen Sie weitere Informationen zu der Pilgerreise. Rudi Abold wird hier über seine Zeit auf dem Fahrrad, Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen selbst berichten.

(Text: Joanna Figgen)