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„Ein herzerwärmendes Zeichen“
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Greve

Friedenslicht aus Bethlehem kommt im Norden an

Eine Abordnung der Hamburger Pfadfinderverbände brachte auch in diesem Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem ins Hamburger Rathaus. Stellvertretend für den Senat nahm Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank die symbolträchtige Kerzenflamme im Bürgermeistersaal entgegen.

„Die Worte ‚Mut zum Frieden' geben wir in diesem Jahre der kleinen Flamme in seiner Eigenschaft als Friedenstifterin mit auf den Weg", betonte Pfadfindersprecher Ralf Adloff von den katholischen Georgspfadfindern (DPSG) das diesjährige Motto der vom Österreichischen Rundfunk (ORF) initiierten internationalen Aktion Friedensaktion. „Man muss im Großen und im Kleinen oft einen gewissen Mut aufbringen, um ein wenig Frieden zu stiften. Das gilt für Politiker, Erwachsene, Kinder und Jugendliche gleichermaßen." Es liege bei jedem selbst, mit dem Frieden in seinem direkten Umfeld anzufangen.

Als ein „herzerwärmendes Zeichen und Signal" hob die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin die Bedeutung des Kerzenlichts hervor. Sie dankte den Pfadfindervertretern für die Initiative „uns mit diesem Licht hier und auch überall da draußen daran zu erinnern, dass wir alle jeden Tag die Aufgabe haben, für den Frieden in der Gesellschaft und auch für den sozialen Frieden zu tun." Damit könne jeder direkt vor seiner Tür anfangen.

Am dritten Adventssonntag kommt das Friedenslicht aus Bethlehem seit 1994 traditionell auch nach Hamburg. An diesem dritten Advent kam es am Nachmittag mit dem Zug zum Aussendegottesdienst in die katholische Herz Jesu Kirche in Hamburg-Hamm. Von dort wird es in die Stadtteile und Gemeinden weiter verteilt. Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Hamburger Verbände haben seither die Aufgabe übernommen, die in der Geburtsgrotte der Geburtskirche Jesu in Bethlehem entzündete Kerzenflamme wohlbehütet vom zentralen europäischen Aussendeort in Wien in den Norden zu bringen. Delegationen aus 25 Ländern machen sich mit dem Friedenslicht von dort auf den Weg in alle Welt und unterstützen die vom ORF organisierte Aktion. Der Sender schickt jedes Jahr ein Kind zum Entzünden der Flamme nach Bethlehem von wo es dann in einem Spezialbehälter im Flugzeug in die österreichische Hauptstadt geflogen wird, wo der „Friedenslicht-Staffellauf" in alle Welt beginnt.
(Text: Mathias Greve / Neue Kirchenzeitung)

In Lübeck wurde das Friedenslicht von weit über 300 Pfadfinderinnen und Pfadfindern vom Bahnhof am Holstentor vorbei und mitten durch die Stadt zur Aussendungsfeier in die Propsteikirche Herz Jesu gebracht. Dort konnten alle auch ihr Licht entzünden, um die Welt heller und friedlicher zu machen.
(Fotos Lübeck: Marco Heinen)