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Ein Ort des Gesprächs
Bildquelle: Neue Kirchenzeitung / M. Schatz

Erzbischof begleitet den Ostergang zum Haus Emmaus

Mit zweijähriger Verspätung wurde das 40-jährige Bestehen von Haus Emmaus am Ostermontag gefeiert. Die Freizeit- und Bildungsstätte der Pfarrei Seliger Johannes Prassek hat die Pandemie überstanden und ist wieder gut belegt.

"Der Gang zum Haus Emmaus könnte öfter als alle zwei Jahre stattfinden", befand Erzbischof Stefan Heße gegen Ende seiner Predigt in der Kirche des Klosters Nütschau. Denn in den Gemeinden brauche es solche und andere Gelegenheiten wie etwa Bibelkreise, bei denen man mit Menschen über den Glauben sprechen könne; es brauche „jemanden zum Reden wie es die Jünger unter sich taten beim Gang nach Emmaus". Durch die geschosshohen Fenster brachen zugleich Sonnenstrahlen herein. Es war bestes, frühlingshaftes Osterwetter, das anschließend zu dem rund vier Kilometer langen Weg zum Haus Emmaus geradezu aufforderte. Eingeladen hatte die Pfarrei Seliger Johannes Prassek im Nordosten Hamburgs dazu auch, um das 40-jährige Bestehen des Freizeit- und Bildungshauses zu feiern. Freilich mit zwei Jahren Verspätung. Denn das Jubiläum fiel in das Jahr 2020, konnte damals aber aufgrund der Coronapandemie nicht begangen werden.

Die Idee für das Haus Emmaus hatte Joachim von Stockhausen, von 1970 bis zu seinem Tod 1992 Pfarrer von St. Wilhelm in Bramfeld, heute eine der fünf Gemeinden der Pfarrei Seliger Johannes Prassek, die nun Träger der Einrichtung ist. Geleitet wurde es zunächst von Brigitte und Ernst-Heinrich Tonn. Seit zwei Jahren nun haben deren Sohn Carsten, Brüder Thomas und Klaus Wett sowie Frank Migge die Leitung übernommen. „Wir sind dem Haus seit unserer Jugend verbunden", sagt Carsten Tonn. Hier hätten sie sich beispielsweise auf die Kommunion und die Firmung vorbereitet.

Das Haus können alle Pfarreien nutzen

Trotz Corona sei der Betrieb schuldenfrei, führt Tonn weiter aus. Dies sei auch durch Einsparungen gelungen. „Seit Mitte Februar ist das Haus nun aber schon wieder durchgehend an Wochenenden belegt." Das liegt natürlich auch am geradezu unschlagbar günstigen Übernachtungspreis von elf Euro. Insgesamt stehen dort auf drei Etagen 28 Betten zur Verfügung, darunter ein Einzelzimmer, mehrere Drei- und Vierbettzimmer sowie ein Matratzenlager für zehn Personen. Neben sieben Bädern gibt es auch eine Kapelle. Das Erdgeschoss samt Küche ist zudem barrierefrei. Im ersten Stock ist zudem ein geräumiges Vortragszimmer. „Hier können auch Chöre proben", sagt Carsten Tonn.

Gedacht ist Haus Emmaus neben Vorbereitungen auf Kommunion und Firmung aber auch für Einkehrtage, Pfadfinder, Treffen von Gemeindeteams, Ausflüge von katholischen Schulen und Kindergärten oder Ferienfreizeiten. Und natürlich können es auch andere Pfarreien nutzen. Da es in einer Wiesenlandschaft weit entfernt von anderen Gebäuden steht, können Nachbarn auch nicht etwa durch Musik oder tobende Kinder gestört werden.

Bei Kaffee und Kuchen genossen nach dem Emmaus-Gang dann viele Pfarreimitglieder die Atmosphäre. Und ebenso Erzbischof Stefan Heße. Ansprechpartner: Klaus Wett, Email: Emmaus@St-Wilhelm.de, Telefon: 040 / 50 74 52 49

Text und Fotos: Matthias Schatz / Neue Kirchenzeitung



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