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Ehrung für zwei Katholiken
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Greve

Erzbischof Heße verleiht Ansgar-Medaillen

Für ihr Engagement, das über Gemeindegrenzen hinausgeht, hatte Erzbischof Stefan Heße Ansgar-Medaillen an den Mediziner Wolfgang Schareck aus Rostock und den Architekten Tobias Klodwig aus Münster/Westf. überreicht.

Zwei Katholiken, die aus Nordrhein-Westfalen stammen und Spuren im Erzbistum Hamburg hinterlassen haben, freuen sich über eine besondere Auszeichnung für ihr Engagement. Auf Vorschlag des Metropolitankapitels hatte Erzbischof Stefan Heße am vergangenen Sonntag beim Eröffnungsgottesdienst der 46. St. Ansgar-Woche im Hamburger St. Marien-Dom Ansgar-Medaillen an den Rostocker Mediziner Wolfgang Schareck und den Architekten Tobias Klodwig aus Münster/Westfalen überreicht.

Männer haben Spuren hinterlassen

Schareck, gebürtiger Düsseldorfer, ist Rektor der Universität Rostock und engagiert sich seit seiner Ankunft in Mecklenburg ehrenamtlich in der Rostocker Pfarrei und in der Bildungsarbeit der katholischen Kirche in Mecklenburg. Er war Gründungsmitglied im Stiftungsrat der Bernostiftung, der katholischen Stiftung für Schule und Erziehung in Mecklenburg und Schleswig-Holstein. „Darüber hinaus hat sich Professor Schareck immer wieder aus christlicher Sicht zu ethischen Fragen der Transplantationsmedizin und Organspende zu Wort gemeldet und im Dialog mit vielen anderen nach Antworten gesucht", erklärte Dompropst Franz-Peter Spiza, der im Namen des Metropolitankapitels die Ehrungslaudatio verlas.

Die Spuren, die der Architekt Tobias Klodwig aus Münster ins Erzbistum Hamburg getragen hat, werden sichtbar, wenn man sich in die Unterkirche des Hamburger St. Marien-Doms begibt. Den Raum direkt unter dem Altar der Hamburger Kathedralkirche, in dem bis zur Dom-Renovierung 2007 die Heizung untergebracht war, hat Klodwig zu einem Juwel der Bestattungskultur gemacht. Dort ist das deutschlandweit erste Kolumbarium – eine Urnenbegräbnisstätte – in einer Bischofskirche entstanden. „Vor Gott sind wir Menschen keine Nummern, sondern er ruft uns – seine geliebten Kinder – in unserer Todesstunde beim Namen. Diese Hoffnung unseres Glaubens hat Tobias Klodwig bei der Errichtung des Kolumbariums gestalterisch wunderbar umgesetzt", betonte Dompropst Spiza. „Wir sind froh, dass wir diesen besonderen Ort am Dom haben, der inzwischen auch für unsere Trauerpastoral große Bedeutung hat."

Text und Fotos: Matthias Greve