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„Dankbarkeit und Vertrauen"
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / M. Heinen

Ökum. Gottesdienst & Fest zum Landesgeburtstag

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit". Unter dem Motto dieses Bibelverses fand am heutigen Sonntag (22. August) im Schleswiger Dom ein ökumenischer Festgottesdienst anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Landes Schleswig-Holstein statt.

Unter den geladenen Gästen waren Ministerpräsident Daniel Günther, die Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber, Bildungsministerin Karin Prien, Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und der Generalvikar des Erzbistums Hamburg, Ansgar Thim. Der Gottesdienst bildete den Auftakt zu dem Bürgerfest, das anschließend auf der Schlossinsel in Schleswig eröffnet wurde.

Gemeinsam gestalteten Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), und Weihbischof Horst Eberlein, Erzbistum Hamburg, den Predigtteil des Gottesdienstes.

In seinen Worten erinnerte Weihbischof Horst Eberlein an die Zeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, als über eine Million Vertriebene und Geflüchtete nach Schleswig-Holstein kamen und sich Zahl der Katholiken verdreifachte:
„Vertriebene und Geflüchtete katholischen Glaubens fanden damals hier im Norden eine neue Heimat. Sie bauten Kirchen und bildeten lebendige Gemeinden in allen Regionen des Landes. In der Rückschau erkennen wir, dass unser Leben immer zum Guten geführt wurde. Es fügt sich alles immer wieder zum Guten und das macht uns dankbar. Als Glaubende macht es uns dankbar gegenüber Gott und den Menschen", so Weihbischof Hort Eberlein.

Bischof Magaard rief dazu auf, mit Zuversicht und Gottvertrauen die aktuellen Herausforderungen anzupacken. Schleswig-Holstein sei bundesweit Spitzenreiter bei der Gewinnung erneuerbarer Energien. „Mich stimmt das hoffnungsvoll, weil vom Gelingen der Energiewende auch im Blick auf die globalen Fragen so viel abhängt." Und mit Bezug auf die Lage in Afghanistan sagte er: "Zu Schleswig-Holstein gehört es einfach dazu, ein Ort der Zuflucht zu sein". Er fuhr fort „Ich vertraue darauf, dass wir auf alle Herausforderungen mit verantwortungsvoller Politik und starker Zivilgesellschaft gute Wege finden können." Die goldene Regel 'Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch' sei eine gute Grundlage für ein Leben in gegenseitiger Verantwortung.

Die Lesung aus der Bergpredigt wurde in den in Schleswig-Holstein gesprochenen Sprachen Dänisch, Plattdeutsch, Friesisch und Deutsch gehalten. In mehreren Statements formulierten Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Wünsche für das Land Schleswig-Holstein.
Weitere Mitwirkende an dem Gottesdienst waren Rabbiner Isak Aasvestad, Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein, und Fatih Mutlu, Vorsitzender der SCHURA, Islamische Religionsgemeinschaft SH e. V., die sich mit einem Friedensgruß an die Gottesdienstgemeinde wandten.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Domkantorin Mahela T. Reichstatt, dem Trompetensolisten Boris Havkin und der Domkantorei Schleswig begleitet.

Fotos: Marco Heinen



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