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Caritas Mecklenburg
Bildquelle: Caritas im Norden / Thees

1050 Päckchen für Rohatyn

Die Ukrainehilfe der Caritas hat einmal klein begonnen. Inzwischen zieht sie immer weitere Kreise. Zu den regelmäßigen Aktionen gehört die Bescherung für arme Familien zu Weihnachten. Mehrere tausend Hände machen dabei mit.

1 400 Kilometer ist Pfarrer Dmietro Bihun mit einem gemieteten VW-Kastenwagen gefahren. Zwei Tage hat er gebraucht von seiner Pfarrei in Rohatyn in der Ukraine bis nach Schwerin. Am Montag, 2. Dezember, hat er sich auf den Rückweg gemacht. Wieder zwei Tage und eine Nacht auf der Straße. Diesmal war sein Wagen deutlich schwerer. 1050 kunterbunt eingepackte Päckchen füllten den Laderaum fast bis auf den letzten Zentimeter. „30 Pakete haben wir nicht mehr in den Wagen 'reingekriegt", sagt Mathias Thees, Projektleiter der Ukraine-Partnerschaft der Caritas im Norden. „Die schicken wir noch hinterher."

Auf dem Land herrscht noch viel Armut
„Ich bedanke mich für die Unterstützung unserer Bedürftigen", sagte Pfarrer Bihun, „und ich freue mich über unsere jahrelange Verbundenheit." Seit 21 Jahren besteht diese Verbindung zwischen der Caritas in Mecklenburg und der Region um die westukrainischen Städte Burschtyn und Rohatyn. Im Jahr 1999 haben die Mecklenburger dort geholfen, Suppenküchen für Arme einzurichten. Wenig später kam auch die Weihnachtsaktion dazu: Geschenkpäckchen für bedürftige Familien in den ukrainischen Gemeinden.

In jedem Jahr werden diese Päckchen mit Spielzeug, Süßwaren und „allem, was weihnachtlich ist" in den katholischen Kitas und Schulen, aber auch von Gemeindemitgliedern gepackt. Mittlerweile hat die Aktion weitere Kreise gezogen. „Es machen heute auch evangelische Gemeinden mit und viele nichtkirchliche Spender", sagt Mathias Thees.

Der Bedarf ist in den vergangenen Jahren nicht weniger geworden. Obwohl sich die Wirtschaft der Ukraine langsam erholt, ist die Lage besonders in den ländlichen Regionen immer noch problematisch. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, ebenso die Inflation. Der landesweite Durchschnittslohn betrug im Juni dieses Jahres 360 Euro. Viele Familien sind nicht in der Lage, ihren Kindern ein schönes Fest und Geschenke zu bieten.

Deshalb freuen sich beide Seiten über die anhaltend hohe Zahl von gespendeten Paketen. Die Weihnachtsaktion ist aber nur eine von mehreren Hilfen innerhalb der Partnerschaft. Mehr ist dokumentiert auf den Internetseiten www.caritas-mecklenburg.de/projekte/ukraineprojekt

(Text: Neue Kirchenzeitung)