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Bistumswallfahrt nach Lübeck
Bildquelle: EBHH / M. Heinen

3.000 Pilger aus allen Ecken des Bistums

75 Jahre nach ihrer Hinrichtung gedenkt das Erzbistum Hamburg der Lübecker Märtyrer mit einer diözesanweiten Wallfahrt nach Lübeck. Zu der Veranstaltung am 23. Juni würden rund 3.000 Teilnehmer erwartet, sagte Erzbischof Stefan Heße am Donnerstag in Lübeck. Alle Katholiken "aus allen Ecken des Erzbistums" seien dazu eingeladen.

Höhepunkt der Wallfahrt ist laut Bistum ein Pontifikalamt mit Heße um 17.00 Uhr auf der Lübecker Freilichtbühne unweit der Propsteikirche. Bereits ab 12.00 Uhr wird ein buntes Programm angeboten, bei dem die Pilger unter anderem an 150 gedeckten Tischen unter freiem Himmel eine gemeinsame Mahlzeit einnehmen sollen. Geistliche Erkundungsreisen führen zu ausgewählten Orten in der Stadt, an denen die Lübecker Märtyrer lebten und wirkten, darunter das damalige Burgtor-Gefängnis, wo die Geistlichen auf ihren Prozess warteten.

Für die Anreise sind sechs zentrale Pilgerwege organisiert, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Kanu bestritten werden können. Die Lübecker sind aufgerufen, sich als Tischgastgeber zu beteiligen und sich um die Bewirtung der Gäste zu kümmern. Eine besondere Einladung sprach Heße auch an die ausländischen Gemeinden sowie an die Christen unter den Flüchtlingen aus.

Die drei katholischen Kapläne Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller sowie der evangelisch-lutherische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hatten während der NS-Zeit in Lübeck gewirkt. In Predigten und persönlichen Zeugnissen protestierten sie gegen die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten und wurden deswegen am 10. November 1943 gemeinsam hingerichtet. Die drei katholischen Kapläne wurden am 25. Juni 2011 in Lübeck seliggesprochen, der Pastor erhielt dabei ein ehrendes Gedenken.

Hier weitere Informationen zur Wallfahrt und den Lübercker Märtyrern

Quelle: KNA