Startseite
Startseite-> Bistumsstruktur - Dekanate aufgehoben
Bistumsstruktur

Dekanate aufgehoben

Mit dem Jahreswechsel hat Erzbischof Heße die Dekanatsstruktur des Erzbistums aufgehoben. Im Wort „Dekanat" steckt das griechische Wort für „zehn". Ungefähr so viele Pfarreien bildeten ein Dekanat. Sein Chef, der Dechant, hatte bestimmte Aufsichts-Befugnisse. Die Seelsorger pflegten den Austausch in Dekanatskonferenzen. Übergemeindliche Aufgaben wurden oft auf Dekanatsebene geregelt. So gab es „Dekanatsjugendseelsorger", oder in Mecklenburg die Dekanatssprecher der Katholischen Jugend und die großen Dekanatswallfahrten.

17 Dekanate gab es im Erzbistum Hamburg. Dass diese Einheit verschwindet, liegt an der neuen Einteilung der Pfarreien. „Wir haben demnächst 28 Pastorale Räume", erläutert Kirchenrechtler Dr. Klaus Kottmann. „Die Zahl von zehn, die der Idee der Dekanate zu Grunde liegt, erreichen wir also in jeder Region." Auf Landesebene bestehen jetzt die Pastoralforen, an der Spitze stehen die drei Regionaldekane. „Eine mittlere Strukturebene darunter ist damit nicht mehr sinnvoll", sagt Klaus Kottmann. Schon in den vergangenen Jahren sei das Modell nicht mehr gut umsetzbar gewesen. Weil viele Pfarrer schon für mehrere Pfarreien zuständig waren, gab es Dekanate mit nur zwei Pfarrern. Eine „echte" Dechantenwahl mit mehreren Kandidaten sei am Ende selten geworden.

Den mitbrüderlichen und kollegialen Austausch soll es aber weiterhin geben. Die neuen Pastoralforen sowie der Priesterrat und die Pfarrerkonferenz dienen u. a. auch der Begegnung. Zudem wird es künftig in den Regionen jährlich zwei von den Dekanen organisierte Pastoraltage für alle in der Seelsorge Tätigen geben. Für Priester werden darüber hinaus Konveniats geschaffen, Treffen des dezidiert mitbrüderlichen und geistlichen Austauschs ohne direkte dienstliche oder pastorale Belange.

Und natürlich wird es auch weiterhin die Wallfahrten der ehemaligen Dekanate in Mecklenburg geben.