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Ausstellung in Schwerin

Brauchtum, Glaubenszeugnisse, Frömmigkeit

Die Historische Bibliothek St. Anna in Schwerin zeigt die Ausstellung „Häusliche Andacht und himmlisches Mahl" zur Volksfrömmigkeit und Liturgie vom 17. bis 19. Jahrhundert. „Seinerzeit war Bürgern mit abweichender Konfession in lutherischen Ländern die häusliche Andacht erlaubt; die Feier der Heiligen Messe jedoch war nur an wenigen Orten geduldet", heißt es im begleitenden Ausstellungskatalog. Demzufolge werden im Ausstellungsraum zahlreiche Gebets- und Andachtsbücher, Schriften zur Verehrung von Heiligen, Kreuzwege und sakrale Gegenstände gezeigt. Das älteste Exponat stammt aus dem Jahr 1523 und ist eine Schrift von Martin Luther zu Glaubensauseinandersetzungen der damaligen Zeit.

Ein weiterer Teil der Ausstellung ist den Glaubenszeugnissen der vielen Flüchtlinge und Vertrieben gewidmet, die ab 1945 nach Mecklenburg strömten. Sie hatten in ihrem Gepäck auch Gebetsbücher und -zettel, Andenken an den Empfang der Sakramente und die Teilnahme an Wallfahrten aus der verlassenen Heimat. Zahlreiche Zusendung von Leihgaben aus Familien in Mecklenburg, aber auch aus Hamburg und Kiel, werden gezeigt.

Die Ausstellung kann donnerstags von 15 bis 18 Uhr bis zum Ende dieses Jahres in die Klosterstraße 15 in Schwerin besichtigt werden. Sonderführungen können telefonisch unter 0385-5558045 angemeldet werden.