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50.000 Schüler, 1.500 Seminare
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / Matthias Scharf

50 Jahre „Tage der Orientierung“

Bessere Rahmenbedingungen hätten sich Nicole Jahn sowie Laura Heimühle, Michael Pasterny und Hannes Berndsen für die Jubiläumsfeier nicht wünschen können: Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte die langjährige Leiterin des Fachbereiches Jugendarbeit und Schule mit ihrem Team mehr als 150 Gäste auf dem weitläufigen Gelände der katholischen Jugendbildungsstätte in Wentorf. „Talente entdecken, teilen und einsetzen – das Motto unseres Festtages ist seit jeher die Basis unserer Arbeit", erklärte Jahn, „Junge Menschen brauchen positive Erfahrungen mit Kirche, müssen spüren, dass sie ernst genommen werden mit ihren Fragen und Sorgen." Dies geschehe vor allem durch Begegnung und Begleitung. Daher sei die Jugendarbeit und Schulpastoral heute aktueller und notwendiger denn je, so Jahn.

Erzbischof Stefan Heße dankte Jahn und ihrem Team für Besinnungstage, in denen junge Menschen sich selbst und ihre Talente kennenlernen könnten. „Die Tage der Orientierung sind richtige Talentschmieden, die unserer Kirche und der Gesellschaft insgesamt zu Gute kommen", so Heße.

Im Jahr 1969 startete die Katholische Kirche in Hamburg das Angebot sogenannter „Jugendseminare" für die Abschlussklassen der katholischen Haupt- und Realschulen sowie für die Neunt- und Zehntklässler der Gymnasien. Es sollte eine Erfolgsgeschichte werden. Bereits in den 70er Jahren begeisterten die Teams um Gründungs-Referentin Klara Fischer mit ihrem religiösen Bildungsangebot jährlich bis zu 700 Schülerinnen und Schüler. „Sich in einem geschützten Rahmen vertrauensvoll über aktuelle Lebensthemen auszutauschen und zugleich die Gemeinschaft zu stärken – das ist unser Erfolgsrezept", erklärte Jahn.

Viele Themen ständen seit jeher bei den jungen Menschen an oberster Stelle: Liebe, Sinn des Lebens, Glück, Tod und Trauer, Glaube, Freundschaft und Zusammenleben. Eine wichtige Rolle spielen für alle die Morgen- und Abendimpulse in der Kapelle. Momente der Ruhe und Stille gibt es heute kaum noch in unserem Alltag.
Im Jahr 2001 wurden die Jugendseminare schließlich in „Tage der Orientierung" umbenannt. Mit neuen religionspädagogischen Konzepten, zielgerichteten Jahrgangsprogrammen, Begleitung und Schulung ehrenamtlicher Teamer und einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Mitarbeitern des Fachbereiches „auf Augenhöhe" stellte Jahn das Bildungsangebot zukunftssicher auf. Heute ermöglichen drei hauptberufliche Bildungsreferenten, ein dualer Student sowie 14 ehrenamtliche Teamer die mehrtägigen „Auszeiten vom Alltag" für die fünften und siebten Jahrgänge sowie die Klassen 9 und 10 der katholischen Stadtteilschulen.

Dr. Christopher Haep, Abteilungsleiter Schule und Hochschule, blickte auf eigene Erlebnisse als Schüler bei den Tagen der Orientierung zurück: „Ich erinnere mich gern daran. Das war für mich ein ganz wichtiges Erlebnis in meiner Kirchenbindung und Glaubensvertiefung. Dieses Format hat aus meiner Sicht auch eine große Zukunft – gerade in einer Zeit, in der Kirche immer mehr lernen muss, von den großen und teuren Institutionen zu lassen", so Haep. Es gelte flexible Formate zu finden, um Schülerinnen und Schüler zu erreichen.

Für Nicole Jahn markiert das 50-jährige Jubiläum zugleich einen beruflichen Wendepunkt in ihrem Leben. Ab dem 1. September wird sie aus ihrer bisherigen Position im Referat Schulprofil der Abteilung Schule und Hochschule ausscheiden und an der Sankt-Ansgar-Schule eine neue berufliche Herausforderung annehmen. Mit jungen Menschen, versteht sich.

Die Filme zum Jubiläum und zur Jubiläumsveranstaltung gibt's hier: facebook.com/katholischeschulen

Foto: (v.l.n.r.) Laura Heimühle, Michael Pasterny, Erzbischof Stefan Heße, Hannes Berndsen und Nicole Jahn.