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25 Jahre Erzbistum Hamburg
Bildquelle: Erzbistum Hamburg / K. Erbe

Auch der Papst gratuliert zum Geburtstag

Mit einem Festgottesdienst im Hamburger St. Marien-Dom hat das Erzbistum Hamburg am Dienstag, 7. Januar, sein 25jähriges Bestehen gefeiert. Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, überbrachte die Glückwünsche von Papst Franziskus und betonte, „wie wichtig die ökumenische Verbundenheit" der Kirchen in Norddeutschland sei.

In seiner Predigt nahm der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode die Herausforderungen für die Kirche heute in den Blick. „Kirche, die dem Auferstandenen auch in Zukunft begegnen will, muss wieder in die völlige Einfachheit gehen, zu den Menschen, wo sie leben, lieben und leiden, wo die Leute Jesu nicht nur in festen Gemeinden leben, sondern an vielen neuen und anderen Orten", sagte Bode. Besonders für die hierarchische, amtlich verfasste Kirche gelte es, „neu zu verstehen, dass es nicht um die Rückeroberung alter Herrlichkeit geht, sondern darum, mitten unter den Menschen zu sein und in neuer Gemeinschaft hinter Jesus her zu sein, in seiner Nachfolge zu den Menschen". Er wünsche sich eine Kirche, „in der wir Gastfreundschaft anbieten, aber auch um Gastfreundschaft werben bei den Menschen, die kaum noch eine Beziehung zur Kirche haben oder gar nicht zur Kirche gehören."

In seinem Glückwunsch sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther: „Sie sind trotz aller Herausforderungen mit Spaß und Freude dabei, Kirche zu gestalten. Dafür wünsche ich Ihnen auch weiterhin viel Kraft und Ausdauer." Günther begrüßte es, dass das Erzbistum Hamburg und die Nordkirche enger zusammenrücken, um Kirche attraktiv und anziehend zu machen: „Wir müssen mit eigenen Ideen unsere Kirche selbst gestalten. Das Christentum sollte eine wichtige Bezugsgröße bleiben, bei allem was an weltlichen Herausforderungen vor uns liegt", so der Ministerpräsident.

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig für Kirchenangelegenheiten, sagte: „Kirchen auch als lokale Gemeinschaften waren seit je her ein Ort, der den Menschen Halt und Sicherheit bot. Es geht um ein Miteinander, geleitet von der christlichen Weltanschauung und den christlichen Wertvorstellungen. Kommen Menschen miteinander ins Gespräch, befördert dies das Verständnis füreinander und den gegenseitigen Respekt, Das sind wesentliche Pfeiler für ein friedvolles und achtsames Miteinander. Das Erzbistum Hamburg leistet hierzu einen bedeutenden Beitrag. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Landesregierung für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihr Engagement bedanken."

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt blickte in ihrem Grußwort dankbar auf die Jahrzehnte des gewachsenen ökumenischen Bewusstseins zwischen Katholiken und Protestanten im Norden zurück: „Von Sylt und Flensburg bis zum Urstromtal der Recknitz, der alten Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern, ist die Verbundenheit unserer Kirchen gewachsen und ebenso die Erfahrung, gemeinsam auf dem Weg zu sein und mit Gott durch die Zeit zu wandern – gesandt, um allen die frohe Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen und sie weiterzugeben – auch in der Übernahme öffentlicher Verantwortung für ein gutes und friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Im Gespräch über unseren Glauben, im gemeinsamen Gebet und Engagement für andere, für Menschen in Not, im Engagement für ein friedliches und gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft erleben wir uns als Schwestern und Brüder. Dass dieser Weg uns auch zukünftig zu noch größerer Verbundenheit und ökumenischer Gemeinschaft führt, dazu schenke Gott uns seinen reichen Segen!"

Das Erzbistum Hamburg entstand in der Folge der deutschen Wiedervereinigung. Mit Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg verbindet es als einziges Bistum Länder der alten Bundesrepublik mit Teilen der früheren DDR. Im flächenmäßig größten deutschen Bistum leben rund 400.000 katholische Christen. Stefan Heße ist nach Ludwig Averkamp und Werner Thissen der dritte Hamburger Erzbischof. Vor drei Jahren hat er einen inhaltlichen und wirtschaftlichen Erneuerungsprozess des noch jungen Bistums eingeleitet.

(Fotos: K. Erbe, M. Heinen)

Grußwort von Erzbischof Nikola Eterovic

Predigt von Bischof Franz-Josef Bode

Grußwort von Justizministerin Hoffmeister