zur den Kirchgemeinden
Salz im Norden
Abschluss des Pastoralgesprächs
Vertreter der Räte kamen zum Abschluss des Pastoralgesprächs nach Hamburg am 1. September 2007. 
„Wir wollen auch kritisch zurückschauen“, sagte Erzbischof Dr. Werner Thissen beim offiziellen Abschluss des Pastoralgesprächs bei einem Rätetreffen in Hamburg. Das Fazit des Tages: Das Pastoralgespräch ist zu Ende, doch die Pastoral im Bistum noch lange nicht am Ziel.

Drei Jahre lang hat das Gespräch über die Zukunft der Seelsorge im Erzbistum gedauert. Was wurde erreicht und was bleibt zurück? Diese Fragen stellten sich die Vertreter der Räte am vergangenen Samstag in Hamburg. „Das Pastoralgespräch bleibt nicht ohne Folgen“, resümierte Harald Strotmann, stellvertretender Leiter der Pastoralen Dienststelle, in seinem Bericht. Als positive Beispiele nannte er die Wiedereintrittsstellen, die in der kommenden Zeit im Erzbistum eröffnet werden, und die Fortbildungen für pastorale Dienste, die sich inhaltlich an den Leitsätzen des Pastoralgesprächs orientieren. Er hofft, dass das Pastoralgespräch auch nach dem Ende weiter wirken wird. „Das Pastoralgespräch als Stachel im Fleisch, als Mittel der Bewusstseinsschärfung. Es hat schon vieles auf den Weg gebracht, aber es besteht noch weiterhin Handlungsbedarf“, so Strotmann.
Harald Strotmann räumte ein, während des Prozesses seien Fehler gemacht worden, die zu Missverständnissen und Vertrauensverlust geführt hätten. Oft hätte das Pastoralgespräch in den vergangenen Jahren in der Kritik gestanden. Von vielen Teilnehmern wurde es als Manöver betrachtet, um vom Konsolidierungsprozess abzulenken, oder als harmlose nette Spielwiese, während die wirklich wichtigen Entscheidungen über die Zukunft der Gemeinden vom Sparkurs bestimmt würden, berichtete Strotmann aus der Erfahrung.
Auch habe das Pastoralgespräch viele Defizite aufgedeckt, die noch nicht behoben seien. So sei die Motivation, sich an dem Gespräch zu beteiligen, bei den Ehrenamtlichen größer als bei den Hauptamtlichen gewesen. Ein wichtiger Schritt, der noch getan werden müsse sei der, die Kommunikation und die Transparenz im Bistum zu verbessern. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen sei noch nicht ausreichend und auch der Graben innerhalb des Bistums zwischen Ost und West bestehe nach wie vor.
„Mit den Anliegen des Pastoralgesprächs sind wir noch lange nicht am Ziel“, sagt Harald Strotmann und ist sich im Klaren darüber, dass der weitere Weg nicht einfach wird: „Je näher die Konsequenzen rücken, um so schwieriger wird es“.
Erzbischof Dr. Werner Thissen verstand die Kritik am Pastoralgespräch als „Ringen um die beste Lösung“. Er versprach außerdem, „weiter auf dem Weg zu gehen, den das Pastoralgespräch eingeleitet hat“. Der Erzbischof bedankte sich zum Ende der Veranstaltung bei allen Mitgliedern der Leitungsgruppe für ihre Arbeit.

Quelle: Neue Kirchenzeitung 


Bistumtag am 21. April 2007
500 Katholiken diskutieren beim Bistumstag
Rund 500 Vertreter aus den Gemeinden haben sich am 21. April 2007 zum Bistumstag rund um den Hamburger Mariendom getroffen. Im Mittelpunkt des Tages stand der Erfahrungsaustausch: In 27 Workshops diskutierten die Teilnehmer ihre praktischen Erfahrungen bei der Umsetzung der „Handlungsschritte“ im Rahmen des Pastoralgesprächs „Das Salz im Norden“. Erzbischof Werner dankte im Eröffnungsgottesdienst allen, die sich in den Gemeinden dafür engagieren: „Jeder kleine Schritt in der Praxis ist mir lieber als riesige Abhandlungen, die im Bücherregal verstauben.“
Thissen selbst hatte das Pastoralgespräch 2004 initiiert, um die langfristigen Ziele der Seelsorge im Erzbistum Hamburg zu klären. In der ersten Phase waren deshalb die Gemeinden und Gruppen vor Ort aufgefordert, auf Grundlage von Gesprächsbögen über ihre Prioritäten in der Seelsorge zu entscheiden. Die Ergebnisse wurden gebündelt zu sieben Leitsätzen, die Erzbischof Werner im Frühjahr 2005 in Kraft gesetzt hat und die das pastorale Denken und Tun künftig bestimmen. Auf den regionalen Bistumstagen in Trappenkamp, Rostock und Hamburg ging es dann darum, aus den Leitsätzen konkrete Handlungsschritte für die Pfarreien, Gemeinden und fremdsprachlichen Missionen abzuleiten. Der Bistumstag am 21. April bot die Möglichkeit, erste Erfahrungen bei der Umsetzung vor Ort auszutauschen und Impulse für die weitere Arbeit zu erhalten.

Einen Abschluss des Pastoralgespräches markiert die Diözesanwallfahrt am 24. Juni in Dreilützow. Formal beendet wird das Projekt am 1. September mit einer abschließenden Bewertung im Rahmen einer Arbeitstagung aller Diözesanräte, der Vorstände der regionalen Räte sowie des Projekt-Leitungs- und des Steuerkreises.
Berichte aus der Kirchenzeitung
In der Neuen Kirchenzeitung vom 29. April erschienen ausführliche Berichte aus einigen der 27 Workshops, Kurzinterviews mit Teilnehmern des Bistumstages und ein Gespräch mit der Leitung der Pastoralen Dienststelle zur Zukunft des Pastoralgesprächs.
Die Artikel der Neuen Kirchenzeitung finden Sie hier:
Seite 12
Seite 13

Materialien aus den Workshops
Die Hl. Kreuz Gemeinde in Hamburg Volksdorf hat einen Umfragebogen an die Gemeindemitglieder gestartet. Die Rückmeldungen wurden anschließend vom Pfarrgemeinderat in einer Klausurtagung ausgewertet und auf dem Bistumstag in einem Workshop präsentiert. Die gesamten Unterlagen stellt nun die Hl. Kreuz Gemeinde Interessierten zur Verfügung.
Fragebogen
Klausurtag: Wozu Gemeinde
Präsentation der Ergebnisse
Pastoralgespräch - was bisher geschah
Texte und Dokumentationen zum Pastoralgespräch "Das Salz im Norden" sowie Bilder und Berichte von vorangegangenen Bistumstagen finden Sie hier: www.das-salz-im-norden.de