| 28.07.2010 | X Fenster schliessen |
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Eine Königin der Herzen
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Anlässlich des 200. Todestages von Königin Luise von Preußen präsentiert das Krankenhaus Reinbek St. Adolf- Stift in der Ausstellung „Preußische Profile“ mehr als 300 Exponate, die das Leben der charismatischen Gattin von König Friedrich Wilhelms III. und ihre Zeit illustrieren. Mehr als 250 Interessierte drängten sich schon zur Ausstellungseröffnung in die Aula des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hatte Ferdinand Fürst von Bismarck, ein Urenkel vom Reichskanzler Otto von Bismarck, übernommen. Da dieser kurzfristig verhindert war, eröffneten Dr. Rolf Becher, Altkomtur des Bismarck-Ordens, und seine Frau Brunhild Becher die Ausstellung. Zu dem feierlichen Akt spielten 14 Streicher- und Bläser, größtenteils Mitglieder der Hamburger Philharmoniker, auf. Zwischen den einzelnen Musiksätzen trug der Kaufmännische Direktor Lothar Obst Lesungen aus Werken berühmter Literaten und Historiker zu Lebensabschnitten von Königin Luise von Preußen (1776-1810) vor. Und tatsächlich zeigte sich das Publikum über die unkonventionelle Königin, die bereits mit 34 Jahren starb, immer wieder erstaunt, amüsiert oder gerührt. „Mir ist es wichtig, die menschliche Seite der Königin zu zeigen und zu erklären, warum sie zum Mythos wurde“, sagt Obst, der die Ausstellung auch organisiert hat. Die mehr als 300 Exponate – von einer Nachbildung der Krone Friedrich des Großen bis hin zu einem 50-teiligen Bilderzyklus der Luise – stammen zum größten Teil aus der privaten Sammlung, die er mit seiner Frau Helga zusammengetragen hat. Dazu kommen diverse spannende Auszüge aus Briefen und historischen Büchern als Erläuterung zu den Ausstellungsstücken. 200 Jahre ist es her, dass die geborene Prinzessin zu Mecklenburg nach einem schillernden Leben mit 34 Jahren starb. Das gesamte Volk trauerte um ihre „Königin der Herzen“. Schon zu Lebzeiten wurde sie für ihre Schönheit und Anmut, aber auch für ihr Charisma gerühmt – und immer wieder setzte sie sich über die Regeln der höfischen Etikette hinweg: „Nie ward eine Königin herzlicher und aufrichtiger betrauert und beweinet als sie“, vermerkte das Sterberegister von Hohenziertitz, wo Luise am 19. Juli 1810 auf der Sommerresidenz ihres Vaters Carl von Mecklenburg-Strelitz starb. Neben Königin Luise nimmt die Ausstellung auch das Leben und Wirken von Friedrich dem Großen (1712–1786) in den Blick. Die Ausstellung in der Eingangshalle des Krankenhauses ist bis zum 19. September täglich in der Zeit von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Spende zugunsten des Reinbeker Hospizvereins gebeten.
Quelle: Neue KirchenZeitung
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Weitere Informationen finden Sie hier:
www.krankenhaus-reinbek.de |
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