zur den Kirchgemeinden
Adventsbescherung vor dem Hamburger Postamt
Erinnerungen von Ingrid Stork
Ingrid Stork (zweite v.r.) packte ein paar Tage nach der Grenzöffnung  Weihnachtstüten mit Süßigkeiten und verteilte sie zur Freude der Kinder und Familien am Postamt Hühnerposten in Hamburg an die Besucher aus dem Osten.
Nach ein paar Tagen der Grenzöffnung wollte ich mir selbst ein Bild von den Menschen machen, die endlich wieder ihre Freiheit hatten und sich auch in Hamburg aufhielten. So ging ich in einige Warenhäuser, speziell aber nur in die Kinder- und Süßwarenabteilung. Es war zum Teil traurig, aber auch erfreut anzusehen,, mit welch erstaunten Augen die Kinder alles ansahen. Da bald der 1. Advent nahte, kam mir die Idee, den Kindern zu diesem Tag eine kleine Freude zu bereiten. Ich wusste, dass jede Person als Geschenk den Betrag von 100 DM bekommen würde, Ausgabe am Postamt Hühnerposten. So füllte ich Nikoläuse, Adventskalender, Weihnachtstüten und –säckchen mit Schokolade, Marzipan, Lebkuchen, Nüssen, Bananen und anderem, sodass es 100 verschiedene Sachen waren und verschenkte alles am Postamt Hühnerposten. Nach einer Stunde war zu meiner großen Freude nichts mehr vorhanden! Ich wunderte mich und auch verärgert, dass auf einmal ein Fotograf auftauchte. Wie sich später herausstellte, hatte eine Kollegin, die ich in diese Sache eingeweiht habe, bei einer Zeitung angerufen und dadurch kamen diese Fotos zustande. Fast jedes Jahr zum 1. Advent muss ich an dieses freudige Ereignis denken.

Ingrid Stork, Hamburg


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Beitrag in der Neuen KirchenZeitung
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