zur den Kirchgemeinden
Fragen zum Thema Patenamt
Was ist das Patenamt?
In der Katholischen Kirche gibt es das Amt des Paten bei den Initiationssakramenten Taufe und Firmung.
Paten haben zwei wesentliche Aufgaben: sie sollen als Zeugen bestätigen, dass ein Kind getauft oder ein Jugendliche gefirmt wird. Das Gleiche gilt bei der Taufe und Firmung von Erwachsenen.
Die zweite Aufgabe ist es, die Eltern bei der christlichen Erziehung des Kindes zu unterstützen und das Kind bzw. den Jugendlichen in seinem Glauben zu begleiten.
Wer kann Pate werden?
Pate werden kann, wer
  • bereit ist, diesen Dienst zu übernehmen.
  • das 16 Lebensjahr vollendet hat. Ausnahmen sind möglich, wenn dem Pfarrer oder dem Taufspender diese Person als geeignet scheint.
  • katholisch und gefirmt ist und das Sakrament der Eucharistie bereits empfangen hat.
  • "mit keiner rechtmäßig verhängten oder festgestellten kanonischen Strafe behaftet ist" (Can. 874 §1)
Wie viele Paten sollte man haben?
Bei der Taufe sollte dem Täufling ein Pate oder eine Patin oder auch ein Pate und eine Patin beistehen. (Can 873)

Bei der Firmung sollte dem Firmling ein Pate zur Seite stehen. Es empfiehlt sich, dass nach Möglichkeit, der Taufpate auch als Firmpate herangezogen wird.

Darf ein nichtkatholischer Christ Pate werden?
Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar nur als Taufzeuge, zugelassen werden. (Can. 874 § 2)
Verliert man das Patenamt, wenn man aus der Kirche austritt?
Das Patenamt ist ein Ehrenamt und wird auf Lebenszeit übernommen.
Wenn jemand aus der Kirche austritt kann er es jedoch nicht mehr glaubhaft ausfüllen. Auf Wunsch der Eltern des Kindes oder des Kindes selbst kann eine andere Person die Funktion und die Aufgaben des Paten übernehmen.